Wieder ein Ort der Ruhe und Besinnung

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Welser Friedhof vor Ansturm renoviert

Wieder ein Ort der Ruhe und Besinnung

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Mit frisch gestrichener Außenmauer, neuer Beschilderung und neuer Urnenwand präsentiert sich der Welser Friedhof heuer den Besuchern, die ihn zu Allerseelen und Allerheiligen wieder verstärkt aufsuchen werden.

Ein Beitrag von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

„Es ist mir wichtig, dass sich die Menschen dort gut zurechtfinden“, sagt Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger, die auf einige Verbesserungen in der schon seit 1886 existierenden Begräbnisstätte verweist.

Genug Platz

Zurzeit gibt es 8500 Gräber in dem 130.000 Quadratmeter grossen Totenreich, worum sich sieben Magistratsbedienstete kümmern. Damit ist die Zahl der Angestellten in der Friedhofsverwaltung seit 1987 fast um die Hälfte geschrumpft.

Doch diese Anzahl reiche aus, um einen ordnungsgemäßem Betrieb zu gewährleisten, heißt es aus dem Rathaus, weil die Erdbestattungen abnehmen, während Feuerbestattungen zunehmen. Von daher besteht keine Gefahr, dass der Friedhof demnächst aus allen Nähten platzen könnte, zumal durch die Mehrfachbelegungen schon jetzt schätzungsweise dreimal mehr Tote in seiner geweihten Erde liegen als es dort Grabstellen gibt.

Mehr Urnengräber

Groß ist die Nachfrage nach Urnengräbern, weshalb eine neue Wand mit 16 Gräbern errichtet wurde und der Urnengang derzeit verlängert wird. Bei dieser Arbeit wird die Stadt Wels vom Verein zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung unterstützt, was Christa ­Raggl-Mühlberger nicht nur in ihrer Funktion als Sozialreferentin freut. Wegen ihres großen Umfangs können die Arbeiten am Urnengang aber nicht bis Allerseelen abgeschlossen werden.

Schon bei der Errichtung des Friedhofs in der Neustadt vor 131 Jahren gab es noch vor der Eröffnung einen Andrang um die gehobenen Grabstätten, denn noch bevor Baumeister Johann Weixelbaumer den Bauauftrag zum Bau der ersten vier Arkadengräber erhalten hatte, waren sie auch schon vergeben.

Vogelparadies

Der erste Tote, der am 1. August 1886 auf dem neuen Gottesacker in Wels bestattet wurde, war ein Baby – das neun Monate alte Töchterchen des Dienstmannes Albert Winter.

Belebt wird das Totenareal ganzjährig von 30 verschiedenen Vogelarten, die in dem alten Baumbestand des Friedhofes nisten und auch tirilieren. Dass dort die Verstorbenen ihre letzte Ruhe gefunden hätten, wie man so sagt, stimmt daher nicht ganz, zumal auch der Verkehr an der Osttangente geräuschvoll vorüberrauscht.

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