Eine Reform, von der alle Patienten profitieren werden

GKK-Manager fürchten um ihre Posten

Eine Reform, von der alle Patienten profitieren werden

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Die österreichische Bundesregierung hat in der vergangenen Woche die Reform der Sozialversicherungen in Österreich beschlossen. Die bisher 21 Versicherungsträger sollen demnach auf vier bis fünf reduziert werden. „Türkis-Blau“ hat damit den ersten Meilenstein des Wahlprogramms umgesetzt.

Durch die Reform sollen im System bis zum Jahr 2023 eine Milliarde Euro eingespart werden. Erwartungsgemäß zufrieden zeigt man sich von Seiten der Regierung über die große Reform.

„Größtes Projekt der zweiten Republik“

Die zuständige Sozial- und Arbeitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) sprach gegenüber dem „Wochenblick“ vom „größten Projekt der zweiten Republik“ und einem „sozial- und gesundheitspolitischen Meilenstein“. Große Kritik an der Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger kommt neben dem Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) vom System selbst.

Besonders heftig drückte sich der Chef von der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse (GKK), Josef Harb aus: „Für mich ist das einer der größten Etikettenschwindel, den sich eine österreichische Bundesregierung jemals erlaubt hat.“ Die Heftigkeit erscheint nicht ungewöhnlich, trifft die Reform hauptsächlich die neun Gebietskrankenkassen, die in die neu geschaffene „Österreichische Gesundheitskasse“ übergeführt werden, was mit einer erheblichen Reduzierung von Direktorenposten einhergehen wird.

Bleibt die AUVA?

Kritik, wonach es künftig Einsparungen bei den Patienten geben könnte, kontert Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) vehement. „Wir sparen im System und sichern eine bessere medizinische Versorgung für die Patienten und Versicherten!“ Vorerst unklar bleibt der Fortbestand der Allgemeinen Versicherungsanstalt (AUVA).

Sozialministerin Hartinger-Klein hatte Anfang des Jahres angekündigt, sie könne sich eine Schließung der AUVA vorstellen, es solle jedoch abgewartet werden, ob die Verantwortlichen die ambitionierten Sparvorgaben der Regierung einhalten werden. Gelingt dies, hat die AUVA gute Chancen, auch weiterhin fortzubestehen.

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