Es ist nicht alles Gold, was glänzt

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Es ist nicht alles Gold, was glänzt

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Gold zieht die Menschen seit Jahrtausenden in seinen Bann. Da der Goldpreis in Krisenzeiten häufig dem Preis manch anderer Investitionsform entgegenläuft und eine Chance bietet, Werte zu erhalten, gilt Gold als Flucht- und Krisenwährung.

Ein Kommentar von Dr. Herbert Samhaber

Jüngste Fälle von Betrugssystemen zeigen wieder einmal, dass man genau aufpassen muss, was man wie und wo kauft. Das Betrugsrisiko wird oft unterschätzt. Was zu gut klingt, sollte man hinterfragen.
Kauft man Gold in kleinen Einheiten sind „Spreads“ – das ist die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs durch den Anbieter – von 10 Prozent und mehr auch bei renommierten Bankhäusern gängig. Je höher die Einheit, desto geringer ist in der Regel der Spread.

Für Krisenzeiten: Gold in kleinen Einheiten

Will man Gold als Krisenwährung für Notzeiten haben, braucht man kleine Einheiten. Der Bäcker würde Augen machen, wenn Sie mit einem 1 kg Barren zahlen wollten. Das ist ein Dilemma.

Gold zahlt keine Zinsen und notiert in US-Dollar. Erwischt man einen ungünstigen Zeitpunkt für den Kauf kann es Jahre dauern, bis man mit Gold Gewinne macht, wenn überhaupt. Als Österreicher können Sie je nach der Form in der Sie in Gold investieren unterschiedlichen Risiken ausgesetzt sein. Die vordergründigen Risiken sind Kursrisiko und Fremdwährungsrisiko. Sowohl der Kurs des US-Dollars als auch der Goldkurs können fallen oder steigen. Diese beiden Kurse sind somit sowohl Chance als auch Risiko für Goldinvestoren. Auch das generelle Zinsniveau kann die Attraktivität von Gold beeinflussen.

Risiken nicht unterschätzen

Aktuell befinden wir uns in einer Niedrigzinsphase, doch wenn die Zinsen steigen werden andere Anlageformen wieder attraktiver – und Gold zahlt bekanntlich keine Zinsen. Gerade wenn man Gold in physischer Form wie Barren und Münzen erwirbt, hat man ein Lagerungs-, Diebstahl- und Transportrisiko. Auch der Reinheitsgehalt sollte unter die Lupe genommen werden.

Nicht nur bezogen auf den Reinheitsgehalt gibt es Betrugsrisiken beim Goldkauf. Erst in den letzten Jahren und Monaten kamen wieder Fälle von systematischem Betrug auf, in denen das Gold nicht oder zumindest nicht vollständig beim vermeintlichen Verwahrer vorhanden war. Betrugssysteme fliegen häufig erst auf, wenn mehr Kunden Gold entnehmen wollen als ins System einbezahlt wird. Solche Systeme können jahrelang laufen bevor sie zusammenbrechen.

Vorsicht bei dubiosen Online-Shops

Vorsicht ist geboten bei dubiosen Online-Shops oder Vertrieben, die mit unrealistischen Renditen werben. Hier ist das investierte Geld entweder schnell in den Taschen diverser Geschäftemacher verschwunden – oder geht in überhöhte Provisonen und Vermittlungsgebühren auf. Alternativ kann man Gold auch in unterschiedlichen Produktformen ins Wertpapierdepot kaufen.

Gold ist ein seltener und begrenzter Rohstoff. Viele Staaten halten nach wie vor Goldreserven und können den Preis durch Reduktion oder Erhöhung von Goldreserven den Preis innerhalb kurzer Zeit stark beeinflussen. Man sollte Gold nicht als alleiniges Allheilmittel für Krisen sehen. Dennoch ist es sinnvoll darüber nachzudenken, einen Teil seiner Vermögensreserven in Gold zu investieren. Zeitpunkte des Kaufes und des Verkaufes sind entscheidend. Geld einzusetzen, dass man kurzfristig für Ausgaben brauchen könnte, hat in der Regel wenig Sinn.

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