Faymann tritt zurück, auch bei SPÖ OÖ fliegen Fetzen

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Beim heutigen Treffen der SPÖ-Parteispitze verkündete Werner Faymann seinen Rücktritt. Er tritt als Kanzler und SPÖ-Chef zurück.

Auch in Oberösterreich ist die Krise, in der sich die SPÖ nach wie vor befindet, deutlich zu spüren. Während die Nationalratsabgeordnete Daniela Holzinger bereits im Vorfeld des heutigen Treffens den Rücktritt Faymanns forderte, hielte der SPÖ-Gewerkschaftschef Rainer Wimmer eine Erneuerung der Partei nur zusammen mit dem zurückgetretenen Bundeskanzler für möglich.

Doch nicht nur in Bezug auf die Zukunft Faymanns war man sich uneinig. Auch innerhalb der Landespartei gibt es weiterhin grobe Reibereien. Der ehemalige SPÖ-Parteivorsitzende Josef Ackerl wetterte beispielsweise vor kurzem im Internet über den Linzer Bürgermeister Klaus Luger. In einem Facebook-Eintrag schrieb er: „Seine Illoyalität gegenüber der SPÖ ist bestürzend, seine Pauschalansagen beschämend. Was will er eigentlich?“ Des Weiteren wirft er ihm eine unsolidarische Verhaltensweise vor: „Aber so kennen viele mittlerweile Klaus Luger. Für einen Sager in den Medien opfert er gerne Parteifreunde und Prinzipien. Er ist aber zu feig, sich dort zu stellen, wo Widerrede zu erwarten ist“.

Ein besonderes Reizthema innerhalb der SPÖ ist zudem auch die Annäherung an die FPÖ. Auch hier toben Grabenkämpfe zwischen Traditionalisten, neo-liberalen Reformern und dem linken Flügel. Der SPOÖ-Chef Johann Kalliauer sieht keine inhaltlichen Überschneidungen mit der FPÖ und hält eine Annäherung daher nicht für notwendig. Die Dritte Landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer weißt hingegen darauf hin, dass eine Zusammenarbeit mit der FPÖ durchaus möglich sei, wie es die Vergangenheit gezeigt hat. Auch der SPÖ-Bürgermeister von Steyr, Gerald Hackl, spricht sich mittlerweile für eine Zusammenarbeit mit der FPÖ aus. In der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz und im Burgenland existieren bereits rot-blaue Arbeitsbündnisse, die laut Aussagen der Beteiligten auch funktionieren.

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