"Gott Fußball" ist schon älter als man denkt!

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"Gott Fußball" ist schon älter als man denkt!

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Um eine Fußball-Europameisterschaft, die derzeit in den Medien rund um den Erdball die Schlagzeilen beherrscht, kommt man auch der „Wochenblick“-Brauchtumsexperte WALTER HÖFERL nicht herum. Lesen Sie nachstehend seine Betrachtungen zur „wichtigsten Nebensache der Welt“:

Lange genug ist es ja Brauch, dass man dem runden Leder nachjagt und hohe Geldsummen mitrollen lässt. „Kicken“ ist sicherlich die populärste Ballsportart, wenn auch nicht die einzige. Aber der Fußball, auch als „rundes Leder“, „Fetzenlaberl“, „Wuchtel“ oder „Haut“ bekannt, ist und bleibt weltweit die Nummer eins.

Bereits in der Antike wurde Ball gespielt

Die Enzyklopädie der Ballspiele reicht weit zurück. Der berufene Autor Carl Diem, der als erster die Rolle des Sports in den Weltkulturen erforschte, leuchtete in seiner zweibändigen „Weltgeschichte des Sports“ (Cotta Verlag) die Szenerie detailliert aus. Der Bogen spannt sich vom vergnüglichen Spiel unter Mädchen über eine schulmäßige Ausbildung in den Ballspielhallen der Palaestren bis hin zum Wettkampf zwischen Mannschaften.
Diem: „In der Homerischen Zeit schon spielte Nausikaa mit ihren Mägden, die mit ihrem fröhlichen Lärm den schlafenden Odysseus weckten. Tags darauf hatte dieser Gelegenheit, das Ballspiel der männlichen Phäaken zu bewundern. Nach Homers Beschreibung sehen wir anschaulich den Handballspieler vor uns, der hochspringt, um den Ball in der Luft zu fangen.“

Die Füllung war früher eine haarige Angelegenheit

Genau bekannt ist uns laut Carl Diem auch schon die Herstellungsart der damaligen Spielgeräte: „Die Bälle wurden mit Federn, Wolle oder Haaren gefüllt, es gab aber auch Hohlbälle aus Schweinsblase, die vor dem Aufblasen in warmer Asche erwärmt wurden, damit sie sich so weit wie möglich ausdehnten. Es scheint aber auch Bälle mit einem Schlauch zum Aufpumpen gegeben zu haben, wie man aus der in einem Grabe auf Samothrake gefundenen Nachbildung aus Lehm schließen darf. Das Bällchen des 3. Jahrhunderts v. Chr. zeigt die polygonalen Teile und den aus ihnen herausragenden Schlauch in getreuer Form.“

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