Hybrid-Wölfe in Slowenien zum Abschuss freigegeben

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Wolfsmischlinge in Österreich

Hybrid-Wölfe in Slowenien zum Abschuss freigegeben

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Das Thema Wolf in Österreich ist um eine Facette reicher. Denn bei einem Teil der eingewanderten Wölfe, soll es sich um Hybride handeln, also um Mischlinge aus Hund und Wolf. In Slowenien sind diese zum Abschuss freigegeben.

Beim Wolf scheiden sich die Geister und zwar nicht nur bei Schäfern und Umweltschützern. Vor allem in Tirol beherrscht das Wolfs-Thema die Negativ-Schlagzeilen und lässt die Wogen hochgehen. So kritisieren etwa die Bauern, wegen der vielen Schafsrisse fortwährend die unzureichende rechtliche Möglichkeit, die Tiere zu erlegen. Um Abschüsse von sogenannten „Problem“-Wölfen zu ermöglichen, hatte der Tiroler Landtag im Juli 2021 eine Änderung des Tiroler Almschutz- und Jagdgesetzes beschlossen. Doch die Hybrid-Wolf-Problematik bringt einen ganz neuen Aspekt in die Sache.

Dazu hat der Bauer Willi B. aus Kärnten dazu eine klare Meinung:

„Diese Wölfe haben mit einem wilden Wolf nichts zu tun. Das ist ein gescheitertes Experiment!“ und weiter „Dieser Wolf hat bei uns nichts verloren. Der gehört weg. “

Auch der steirische Landesjägermeister Heinz Gach äußerte den Verdacht, dass Tierschutzorganisationen Wölfe illegal aussetzten. Dass es aufgrund mangelnder Geschlechtspartner zu Vermischung mit Hunden komme, sei da nur logisch. Bei der Recherche zu diesem Thema wurden wir darauf aufmerksam, dass es in der Vergangenheit immer wieder Gerüchte über illegale Aussetzungen gab. Der Naturschutzbund widerspricht dieser These aber vehement. Auf deren Internetseite heißt es:

Aus ganz Europa ist kein Projekt bekannt, in dem versucht wurde, Wölfe durch Freilassung wiederanzusiedeln. Alle in Österreich vorkommenden Wölfe sind von selbst, entweder über die Alpen aus Italien, aus  den Dinariden, den Karpaten oder aus der mitteleuropäischen Tieflandpopulation (West-Polen und Deutschland), zugewandert.

Mischlinge aus Hund und Wolf — Wie gefährlich sind Wolfshybriden?

Wie Medien berichten soll grenzüberschreitende “Projekt Life Wolfalps” die Kreuzung von Wölfen mit Hunden unterbinden. Slowenien will die Mischlinge töten lassen, Italien will sie einfangen und sterilisieren. Denn Hunde und Wölfe können theoretisch fruchtbare Nachkommen zeugen, weil sie zu derselben Art angehören. Das Problem dabei ist, dass wilde Wölfe, die gleichzeitig die DNA domestizierter Hunde besitzen, keinerlei Scheu mehr vor den Menschen haben. Ab und an werden Wölfe in Siedlungen gesichtet. Gewinnt das Tier aber an Zutraulichkeit, treten Aufeinandertreffen immer häufiger auf. Demnach können sie Menschen potenziell auch gefährlich werden, insbesondere Kindern.

Hingegen würden reinrassige Wolfe den Kontakt mit Menschen meiden. Zumindest in der freien Wildbahn. Bedenklich sind die Mischlinge aus Wolf und Hund jedoch auch aus einem anderen Grund. Etwa aus Gründen des Artenschutzes. Denn Wolfshybriden verwässern die Genetik der Wolfspopulation und können langfristig zum Verschwinden der Art führen.

Öffentliche Debatte

In Österreich wird über die Rückkehr der Wölfe heftig gestritten. Während sich ein Teil der Bevölkerung dafür ausspricht die Tiere leben zu lassen, lehnen andere Teile der Gesellschaft die Rückkehr gänzlich ab und fordern wolfsfreie Zonen oder gar ein wolfsfreies Österreich. Am prominentesten unter diesen Gruppen sind Schafzüchter. Die Schafhalter sind in der öffentlichen Debatte sehr laut und offen. Sie argumentieren, dass Maßnahmen zur Schadensprävention schwer oder gar nicht durchführbar sind. Die Öffentlichkeit kann die Ängste der Schafzüchter nachvollziehen. Die Verwendung von Steuergeldern zur Unterstützung der Schafhalter für die Schadensverhütung ist hingegen ein zweischneidiges Schwert.

Der Aspekt der hybriden Wölfe ist bisher in der öffentlichen Wahrnehmung kaum bis gar nicht verbreitet.

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