Guggi Kreindl: „Ich war mit Leib und Seele Sängerin“

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Sie sang für die „Linzer Buam“

Guggi Kreindl: „Ich war mit Leib und Seele Sängerin“

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Sie ist eine Stimmgewalt, eine Frohnatur und hat die Musik im Blut. Ihre Jodelkünste brachten ihr unter Musikkollegen sogar den Titel der „Jodlerkönigin“ ein. Mehr als zehn Jahre stand Guggi Kreindl, früher Mair, mit den „Original Linzer Buam“ unter der Leitung von Edi Matzer und später von Herbert Gsenger auf der Bühne.

Ein Interview geführt von Elsa Mittmannsgruber

Am 8. Oktober konnte man die Sängerin bei der „Hommage an die Linzer Buam“ am Urfahraner Markt nochmals erleben.

Nachdem sie sich mit dem „Linzer Buam Marsch“ vom Publikum verabschiedete, sprach sie mit dem „Wochenblick“.

Der Sprung ins kalte Wasser

Wochenblick: Guggi, wie bist du zur Musik gekommen?

Guggi Kreindl: Schon meine Eltern musizierten seit ihrer Jugend. Für sie war die Musik ihr Lebenselixier. Bis zu seinem Tod im Alter von 83 Jahren spielte mein Vater mit voller Begeisterung auf seiner Steirischen.

Und meine Mutter war ja vor mir viele Jahre lang die Sängerin bei den „Linzer Buam“ unter Edi Matzer. Sie sang unter dem Künstlernamen „Linda“.

Bei ihren Proben war ich immer mit dabei und als sie 1975 bei der Frühjahrsmesse in Wels krank wurde, sprang ich ins kalte Wasser. Ohne jemals selbst geprobt zu haben stand ich statt meiner Mama mit meinen damals 17 Jahren selbst auf der Bühne. Drei Tage lang sang ich dann auf der Messe und ein Jahr später löste ich meine Mutter als Sängerin ab.

Hattest du nie Lampenfieber?

Nein, eigentlich nicht. Ich war ja nie allein auf der Bühne, sondern hatte immer „meine Männer“ hinter mir und fühlte mich wohl. Das einzige, vor dem ich etwas Angst hatte, war, dass ich so lange wie nötig mit meiner Stimme durchkomme.

Wir mussten ja oft mehr als zehn Stunden und das an bis zu zehn Tagen hintereinander durchspielen. Das war dann oft sehr spannend, ob ich am letzten Spieltag noch einen Ton herausbringe.

Schöner Ausgleich zum Beruf

Was hat dir an der Zeit bei den „Linzer Buam“ besonders gefallen und was blieb dir in Erinnerung?

Das Repertoire der „Linzer Buam“ deckte ja viele Musikrichtungen ab und so konnte ich von Jodlern über Schlager bis hin zu Evergreens und Swingnummern alles singen. Ich kann mich erinnern, dass es größtenteils immer lustig war, eine richtige Gaudi halt. Zudem war es für mich ein schöner Ausgleich zum Beruf, man kam viel herum und lernte tolle Leute kennen.

Besonders in Erinnerung blieb mir mein erster Fernseh­auftritt. Das war beim zweiten Musikantenstadl 1981 in der Linzer Sporthalle. Ich weiß noch genau: Ich war gerade im fünften Monat mit meiner Tochter Evelyn schwanger und sang mit meinem lieben Kollegen Michael das Jodellied „Ich schenk Dir ein Edelweiß“. Das war ein super Erlebnis und eine ganz neue Erfahrung für mich.

Hast du nach den „Linzer Buam auch bei anderen Musikgruppen gesungen?

Ja, insgesamt stand ich vierzig Jahre auf der Bühne und kann sagen: Ich war mit Leib und Seele Sängerin.

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