Im Gespräch: Olympionike Lukas Weißhaidinger

Werbung

Im Gespräch: Olympionike Lukas Weißhaidinger

[responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Vorlesen"]

2011 holte er den U20-Europameistertitel im Diskus, im Vorjahr bei der WM in Peking schaffte er es in die Top 20. Heuer bei der Olympiade in Rio soll dem 24-jährigen Schärdinger Lukas Weißhaidinger ein weiterer Schritt nach vor gelingen.

 

Lukas Weißhaidinger – Sie haben 2015 mit 67,24 Meter das Ticket für Rio gelöst. Passt die Marschrichtung für Olympia?
Mit den Vorbereitungen bin ich sehr zufrieden. Natürlich will ich vorher auch bei den Europameisterschaften im Juli in Amsterdam gut abschneiden. Vom ÖOC wird für Rio noch eine Bestätigung meiner Vorjahresleistung verlangt. Die Internationale Norm habe ich aber bereits fix.
Apropos Rio: Ihre Ziele für die Sommer-Olympiade?
Ein Finaleinzug wäre für mich ein schöner Erfolg. Alles andere sind Spekulationen, an denen ich mich nicht beteilige.
2012 in London reichten 68,27 Meter für Gold – ein Meter mehr als Ihre Bestleistung. Kann man – wenn wirklich alles passt – sogar mit einer Medaille spekulieren?
Für die Medaillenränge werden auch in Rio sicher wieder große Weiten nötig sein. Wenn es mir gelingt, am Tag X eine gute Weite zu werfen, freue ich mich über jede Platzierung.
Wie schaut eigentlich eine „ganz normale“ Trainingswoche des Spitzensportlers Lukas Weißhaidinger aus?
In der Vorbereitungsphase, die von Oktober bis April dauerte, habe ich im Schnitt zwölf Trainingseinheiten pro Woche. In Stunden sind das wöchentlich immer zwischen 20 und 25 Stunden. In der Wettkampfsaison wird‘s ein bisschen weniger, dafür wird aber mehr Zeit in die Regeneration investiert.
Diskuswurf ist nicht unbedingt ein Breitensport. Wieso wählten Sie ihn dennoch?
Als Kind habe ich im Turnverein Taufkirchen geturnt. Als ich dafür aber zu groß wurde und bei den verschiedenen Sportfesten immer der kräftigste war, habe ich vor elf Jahren Kontakt mit meinem Trainer Josef Schopf aufgenommen. Am Beginn unserer Zusammenarbeit habe ich die Disziplinen Kugelstoß, Diskus- und Hammerwurf trainiert und hatte überall große Erfolge.
Nach und nach haben wir immer eine Disziplin weggelassen, bis ich mich schlussendlich auf den Diskuswurf konzentriert habe.
Was ist das Faszinierende an Ihrem Sport?
Wer schon einmal einen Diskus in der Hand gehabt hat, weiß, dass es nicht so einfach ist, die zwei Kilogramm schwere Scheibe so weit zu werfen. Mich fasziniert, die Komplexität der Bewegung und natürlich auch der stetige Vergleich mit den Besten Diskuswerfern der Welt.
Finden Sie es gerecht, dass selbst Fußballer aus unteren Ligen besser bezahlt sind als Sie – bei weniger Aufwand und weniger Training?
Ich mache mir keine Gedanken über andere Sportler bzw. Sportarten. Neid bringt mich da kein bisschen weiter. Ich denke, dass im Leben nur Leistung zählt. Wenn die stimmt, wird sich bestimmt auch für mich einiges verbessern.
Wie und wo erholt sich Lukas Weißhaidinger von seinem harten Trainingsalltag?
Ich wohne in einer sehr schönen und ruhigen Gegend im Bezirk Schärding. Wenn ich ein paar freie Minuten finde, gehe  ich gerne in den umliegenden Bächen fischen. Dort kann ich dann in der schönen Natur und in voller Ruhe wieder Kraft für meinen Sport sammeln.

 

++++

Der Artikel hat für Sie wichtige Neuigkeiten enthalten? Sie wollen kritischen Journalismus unterstützen?
Dann tun Sie das mit einem ABONNEMENT unserer Wochenzeitung!

abo wochenblick

Im Gespräch: Olympionike Lukas Weißhaidinger TEILEN
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on telegram
Telegram
Share on reddit
Reddit
Ähnliche Artikel
Schlagwörter
NEWSLETTER

Bleiben Sie immer aktuell mit dem kostenlosen Wochenblick-Newsletter!

Neuste Artikel