Joesi Prokopetz zur „Vollpension“ in Steyr

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Joesi Prokopetz zur „Vollpension“ in Steyr

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Im Linzer Café Traxlmayr treffe ich mich mit einem netten, freundlichen und unauffälligen Herrn. „Ich wäre nicht wegzudenken, ohne mich ginge gar nichts“, schreibt dieser nette Herr in seinem Buch „Vorletzte Worte“, in dem er auch gleich eine Erklärung dafür gibt, warum ohne ihn nichts laufe: Weil er Durchschnitt sei! „Bitte, wenn die da oben das so sagen, dann wird’s schon stimmen.“

Ihm macht das jedenfalls überhaupt nichts aus, als durchschnittlich zu gelten. Die Durchschnittlichen waren es schließlich auch, die den Musikantenstadl groß gemacht haben, schreibt er weiter, und er als Durchschnittlicher habe zum Beispiel den Austropop erfunden, bestätigt er mir gegenüber im Interview. Begonnen hat alles mit Wolfgang Ambros, den „ich entdeckte und für den ich auch den ersten Hit geschrieben habe“: „Da Hofa“. Weitere Ohrwürmer wie „Blume aus dem Gemeindebau“, „Zentralfriedhof“ und andere folgten.

Das Goldene Ticket

Seitdem gehört Prokopetz zum heimischen Showgeschäft, auch wenn er zeitweise in der Werbung tätig war, denn von der Arbeit für die anderen allein konnte er nicht leben. „Mir war das Geld ausgegangen“. Doch Licht am Horizont war schon wieder absehbar. Durch seine Plattenfirma lernte er die Berlinerin Anette Humpe kennen, mit der er als „DÖF“ die Hitparaden stürmte. Danach war er als Solist ziemlich gut unterwegs, besang sich als ein im Regen stehender „Taxierwarter“, sang vom Dasein eines Singles mit einem verräterischen Haustorschlüssel im Hosensack und resümierte zu guter Letzt noch musikalisch: „Na guat, dann net“. Einige Millionen Mal gingen diese Frohsinnlieder über den Ladentisch.
Nicht zu vergessen das erfolgreiche Musical „Der Watzmann ruft“, das er allerdings „Rustikal“ nennt und gemeinsam mit Wolfgang Ambros und Manfred Tauchen komponierte. Es wurde mindestens drei Mal neu inszeniert und vielfach aufgeführt. „Aber jetzt ist Schluss damit“, betont Joesi. Für seine von ihm erschaffene Kunstfigur „Alfons Rädl“ wurde Prokopetz sogar schon als neuer Herr Karl gefeiert. „Ich habe dieses Programm an die tausend Mal gespielt und dafür auch das Goldene Ticket bekommen.“

Er genießt sein neuestes Kabarettprogramm

Mittlerweile, im Alter von 65 Jahren, genießt er die „Vollpension“, sein neuestes Kabarettprogramm, mit dem er am 17. März im Stadtsaal von Steyr gastiert. Mit der „Vollpension“ bekommt man viel Neues zu hören, darunter auch den unvergessenen Heinz Conrads-Gassenhauer „Den Wurschtl kann koana daschlogn“. Als Intendant der „Ybbsiade“, dem größten Kleinkunstfestival Österreichs, welches vom 31. März bis zum 29. April in der Stadthalle von Ybbs/Donau läuft, ist Prokopetz ebenfalls stark eingespannt. Seine eigene wirkliche Vollpension wird Joesi vermutlich noch eine Weile aufschieben müssen.

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