Kampf gegen Korruption: Grieskirchner will Albanien unterstützen

Werbung

Werbung

Für die Zivilgesellschaft

Kampf gegen Korruption: Grieskirchner will Albanien unterstützen

[responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Vorlesen"]

Werbung

„Man könnte fast meinen, du wärst noch im Amt“, sage ich nicht ohne ehrliche Bewunderung. Wolfgang Großruck, ehemals ÖVP-Bürgermeister von Grieskirchen, grinst. Obwohl er das Amt vor nun schon zehn Jahren der jetzigen Ortschefin Maria Pachner (ÖVP) überlassen hat, verneigen sich noch immer respektvoll die Köpfe, wenn der 71-Jährige ein Lokal betritt.

Ein Bericht von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

Auch auf der Straße wird er immer von vielen Leuten gegrüßt. Der langjährige Kommunalpolitiker und Präsident der österreichisch-albanischen Gesellschaft ist auch in der Pension noch nicht vergessen.

Lokalpolitik

Wir sind in dem kleinen Café gegenüber dem Rathaus verabredet, weil Wolfgang anschließend an unser Gespräch einen Termin bei der Bürgermeisterin hat. Das Thema der beiden werden freilich nicht die Niederungen der Lokalpolitik sein wie er mir verrät, denn in die Tagespolitik mische er sich nicht mehr ein, versichert Großruck. „Fehlt sie dir, die Tagespolitik?“ frage ich ihn. Er lacht schallend und verneint. „Mir wird nicht fad“, sagt Wolfgang und zeigt auf eine Broschüre, die er zuvor auf den Tisch gelegt hat.

Dabei handelt es sich um ein Porträt der nordalbanischen Stadt Shkodra, die ihm im Laufe der letzten 25 Jahre zu einer zweiten Heimat geworden ist – wie er betont. „Mindestens 70 Mal schon bin ich dort gewesen“, schätzt er, und demnächst schon werde es ihn wieder in seinen Sehnsuchtsort ziehen. Großruck kennt dort viele Leute, darunter auch fast alle Stadtpolitiker, die sich eine stärkere Kooperation mit Gemeinden in unserer Hemisphäre wünschen, wie er aus vielen Gesprächen weiß.

Durch die Feuerwehr, durch die Schulen und durch diverse soziale Hilfsaktionen habe man hier ohnehin schon seit vielen Jahren Kontakt mit Shkodra, jetzt wolle er sehen, ob Interesse an einer engeren Zusammenarbeit auch von Seiten Grieskirchens bestehe.

Hilfe für Albanien

Aus diesem Grund spricht Wolfgang anschließend auch bei Bürgermeisterin Maria Pachner vor. Nach seiner Vorstellung wäre es schön, wenn bereits im Frühjahr eine kleine Delegation der Stadt zu einem Kontaktgespräch nach Shkodra reisen könnte. Außerdem wird sich der Grieskirchner Ex-Bürgermeister und Nationalratsabgeordnete a. D. demnächst auch mit Bundeskanzler Sebastian Kurz treffen, um von ihm Hilfe und Unterstützung für Albanien zu erbitten – in welcher Form auch immer – sagt Großruck.

Er weiß natürlich, dass er sich mit seinem Anliegen auf einem glatten Boden bewegt. Trotzdem glaubt Großruck dass solche Kontakte und Kooperationsbemühungen wichtig sind, weil man damit die Zivilgesellschaft in Albanien stärke. Damit hätten dann die korrupten albanischen Regierungspolitiker kein so leichtes Spiel mehr.

Alte Freunde

Wolfgang weiß nämlich: „Das politische Klima in Albanien ist zur Zeit leider nicht so gut.“
Dafür ist das Klima zwischen uns beiden auch noch nach Jahren so wie es von Anfang an war, als wir uns 1987 kennen lernten: Hervorragend!

Wir schätzen und respektieren einander und versprechen uns, uns bald wieder zu treffen. Einige Tage nach dieser Begegnung wird mir Wolfgang berichten, dass die Grieskirchner Delegation nun nicht im Frühjahr, sondern erst im Herbst nach Shkodra reisen wird.

Kampf gegen Korruption: Grieskirchner will Albanien unterstützen TEILEN
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on telegram
Telegram
Share on reddit
Reddit
Share on email
Email
Ähnliche Artikel
Schlagwörter
NEWSLETTER

Bleiben Sie immer aktuell mit dem kostenlosen Wochenblick-Newsletter!

Neuste Artikel