Land der Sparer

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Können Sie sich noch erinnern, als man als Volksschüler am Weltspartag im Rahmen eines Schulausfluges zur nächsten Bank gegangen ist und dort über die Wichtigkeit des Sparens informiert wurde?

Ein Kommentar von Dr. Herbert Samhaber

So manchen werden die Werbefiguren wie der „Sparefroh“ oder „Sumsi“ noch in Erinnerung sein, als Kind – nicht unbedingt die Eltern – freute man sich auch über das eine oder andere Werbegeschenk der Banken an diesem Tag. Das waren noch Zeiten, als Herr und Frau Österreicher für das fleißige Sparen belohnt wurden.

Geld verliert ständig weiter an Wert

Überhaupt bin ich der Meinung, dass Sparen ein Teil unserer Identität, ja unserer Tradition ist. Zumindest privat – über das fleißige Ausgeben von Steuergeld durch die Politik wollen wir an dieser Stelle einmal hinwegsehen. Früher wurden wir halt noch in die Richtung erzogen, wie vorteilhaft Sparen ist und welche positiven Auswirkungen das haben kann – Stichwort: Zinsen.

Doch was ist nun daraus geworden? Das Girokonto ist bereits seit längerem eine Minusgeschichte, wo jeder von uns aufpassen sollte, dass man nie zu viel Geld darauf hat. Denn es wird ständig weniger wert. Aber auch am Sparkonto – selbst mit Bindungsdauer – erhält man so mickrige Zinsen, dass mit der Kontoführungsgebühr und allen Extrakosten bestenfalls ein Nullsummenspiel rauskommt.

Aufwärtstrend nicht in Sicht

Eine positive Veränderung, also ein Aufwärtstrend, ist leider nicht in Sicht. In einer Umfrage einer Direktbank in 13 europäischen Ländern wurden in Österreich als stärkstes Motiv, sein Geld nicht auf das klassische Sparbuch oder das Konto zu legen, die niedrigen Zinsen genannt.

Erst vor kurzem hat die Europäische Zentralbank (EZB) und deren Präsident Mario Draghi erneut den Beschluss gefasst, den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von 0 Prozent zu belassen. Dies bedeutet erneut viel billiges Geld. Damit wird nach wie vor versucht der Konjunktur weiter zu helfen und die Teuerung anzuheizen.

Fragwürdige Zinspolitik der EZB

Angestrebt würde eine Preisstabilität bei einer Inflationsrate knapp unter 2 Prozent werden. Denn dauerhaft niedrige oder gar sinkende Preise könnten Konzerne, Unternehmen und Verbraucher dazu bewegen, Investitionen aufzuschieben und dies würde die Konjunktur abwürgen.

Eigentlich seien Zeiten einer Inflationsrate nahe Null vorerst vorbei und die Konjunktur im Euroraum würde wieder besser laufen, daher wäre der Druck in den vergangenen Monaten auf die Währungshüter ihren Anti-Krisen-Kurs zu beenden gestiegen, aber noch gibt es nur Andeutungen und den Blick in die Kristallkugel.

Mut zu neuen Investitionsformen

Daher bin ich der Meinung, dass wir Österreicher uns endlich auch zu anderen Investitionsmöglichkeiten entschließen sollten. Immerhin sind wir ganz „schwach“ – im Vergleich zum restlichen Europa – wenn es sich um den Besitz von Wertpapieren und anderen „Investitionsformen“ handelt. Wenn wir auf ein Zinssystem wie in der „guten alten Zeit“ warten, werden wir lange warten – bzw. diese Zeiten sind längst vorbei.

Wir waren und sind das Land der Sparer – nur haben wir die Rechnung ohne die globale Veränderung gemacht. Wir können der Vergangenheit nachtrauern und hoffen, dass diese wiederkehrt oder wir können mutig sein – mutig für neue Finanzinstrumente und neue Investitionsformen. Nur so können wir mittel- und langfristig unseren privaten Wohlstand sichern.

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