Laut UN-Studie: Deutsche und Österreicher werden immer unglücklicher

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Zufriedenheit der Bürger nimmt deutlich ab

Laut UN-Studie: Deutsche und Österreicher werden immer unglücklicher

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In den Mainstreammedien wird immer wieder gebetsmühlenartig behauptet, uns gehe es so gut wie nie zuvor, alle seien so zufrieden. Und Politiker der Altparteien bemühen regelmäßig ein Bild der Bevölkerung, dass sich darüber einig ist – vielleicht mit Ausnahme einiger ständig nörgelnder Systemkritiker, auf die man am besten nicht hören solle. Wer Kritik äußert, wird schnell als Verfassungsfeind oder als „Schwurbler“ stigmatisiert. Aber lässt sich die angebliche Zufriedenheit dauerhaft aufrechterhalten? Eine Studie der UN gibt Anlass für Zweifel.

Von Achim Baumann

Die Vereinten Nationen (UN) legten nun den aktuellen „World Happiness Report“ (WHR) vor. Es geht darin um die Zufriedenheit der Bürger eines Landes. Grundlage des vom „UN Sustainable Development Solutions Network“ bereits zum zehnten Mal erstellten Rankings ist ein ausgeklügeltes Bewertungssystem, das die „subjektive Selbstwahrnehmung der eigenen Existenz“ sowie „positive und negative Emotionen“ misst. Mit anderen Worten: wie zufrieden der Bürger tatsächlich ist.

Finnland erneut auf Platz 1 des Rankings

An der Spitze liegen Finnland, Dänemark, Island und die Schweiz, gefolgt von den Niederlanden, Luxemburg, Schweden, Norwegen sowie Israel und Neuseeland. Wohl gemerkt: Die Statistik wurde vor dem russisch-ukrainischen Krieg erstellt und bildet das Zufriedenheitsgefühl für das Jahr 2021 ab. Mögliche Bedrohungsszenarien spielten bei der Anfertigung der Statistik keine Rolle. Finnland ist erneut Sieger. Bereits fünfmal zeigten sich die Finnländer damit zufriedener als andere Bürger auf der Welt, das Ranking umfasst insgesamt 146 Länder.

Deutschland und Österreich abgerutscht

Während das Nachbarland Deutschlands Luxemburg auf Platz 6 rangiert, folgen Österreich und Deutschland erst auf den Plätzen 11. und 14. Nun mögen die Plätze 11 und 14 nicht schlecht aussehen, immerhin folgen rund 130 dahinterliegende Plätze. Aber Deutschland ist beispielsweise von Platz 7 auf 14 abgerutscht. Das zeigt deutlich, dass die Bürger in der Bundesrepublik erheblich unzufriedener geworden sind. Und Österreich rutschte, allerdings nur marginal, von Platz 10 auf Platz 11 ab. Aber auch hier zeigt die Tendenz nach unten.

Die Bewertungskriterien: Nicht nur einfach Glücksgefühle gezählt

Zu den sehr unterschiedlichen Bewertungskriterien zählen vor allem der soziale Zusammenhalt, die Lebenserwartung, das Bruttoinlandsprodukt und der Korruptionswahrnehmungsindex. Und auch das politische System und geografische oder klimatische Einflüsse werden berücksichtigt. In der Studie ist „Zufriedenheit“ also nicht nur ein Indikator von subjektiven Glücksgefühlen, sondern das Ranking lässt auch Rückschlüsse über die Zufriedenheit über gesellschaftliche und politische Verhältnisse zu.

Was erklärt die zunehmende Unzufriedenheit?

Die Wirtschaft Deutschlands ist gemessen am Bruttoinlandsprodukt die größte Volkswirtschaft Europas und die viertgrößte Volkswirtschaft weltweit. Den Bürgern müsste es eigentlich gut gehen und damit sollte die Zufriedenheit stark ausgeprägt sein. Dem ist aber mitnichten der Fall. Das nun erneut dokumentierte abnehmende Zusammengehörigkeitsgefühl, Stichwort Spaltung der Gesellschaft in Geimpfte und Ungeimpfte, oder auch die zunehmende Abgehobenheit der polit-medialen Kaste führen zu unzufriedenen Bürgern – man denke nur an den Vorschlag des ehemaligen Bundespräsidenten Gauck, man möge wegen des Krieges in der Ukraine ein wenig frieren und so Energie sparen.

Korruption und Skandale

Auch die zunehmende Skrupellosigkeit des Establishments, das nicht selten an Korruption grenzt – siehe beispielsweise die Maskenskandale von Personen mit CDU/CSU-Parteibuch – führen laut Bewertungskriterien zu mehr Unzufriedenheit. Und auch das Gefühl der Freiheit wurde wegen der Corona-Pandemie diesmal besonders bewertet. Kein Wunder also, dass die Bürger durch freiheitseinschränkende Corona-Maßnahmen der impffanatischen Politik unzufriedener sind. So wundert es nicht, dass die Mainstreammedien das Abrutschen um sieben Plätze kaum thematisieren oder zumindest mögliche Gründe nicht analysieren. Sie dürften ihre Gründe haben…

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