Linzer Vize-Skibob-Ass startet Frontalangriff auf den Verband

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Linzer Vize-Skibob-Ass startet Frontalangriff auf den Verband

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Dreimal Gold, fünfmal WM-Silber – die Linzer Skibob-Helden Claudia Hartl und Gerhard Hauer jun. kamen in Grächen (Schweiz) nicht mehr aus der Jubelstimmung heraus. Die 24-Jährige krönte ihre Traumsaison mit WM-Gold im Super G, Riesentorlauf und in der Kombination sowie Silber im Slalom, nachdem die SBU-Athletin bereits den Gesamtweltcup für sich entscheiden konnte.

Auch Hauer war mit viermal WM-Silber und Rang zwei im Gesamt-Weltcup überglücklich fand aber dennoch kritische Worte.

Der sechsfache Glastrophy-Gewinner kam nach einem Jahr sportlichen Ruhestand fulminant zurück: „Mir hat etwas gefehlt. Ich habe beim Freifahren bemerkt, dass ich noch viel zu viel Spaß am Skibob-Rennsport habe. Im Fitnessbereich war ich auf Topniveau, aber dass ich ohne Stangentraining gleich wieder in der Weltspitze bin, war erstaunlich.“ Ein Grund ist aber auch die fehlende Dichte im internationalen Vergleich: Nur acht Nationen waren bei der WM am Start.

Coole Musik und starke Sprecher

„In diesem Bereich muss sich dringend etwas ändern“, kritisiert auch Hauer. „Es gibt zahlreiche You Tube-Videos unter dem Titel Ski-Bike – aus Schweden, Kroatien, Großbritannien, den USA, Frankreich und mehr. Wir müssen diese Athleten für den Rennsport begeistern. Das geht nur mit Top-Events.“ Der Linzer (Sohn des Ex-Weltverbands-Präsidenten Gerhard Hauer) will sich Anleihen bei Welt-Faustball-Präsident Karl Weiß holen: „Die haben auch einen tollen Sport und konnten durch Trainer-Initiativen Mitgliedsländer gewinnen. Nun stehen sie vor der Aufnahme ins IOC. Das ist auch unser Traum.“

Der sechsfache Weltcupsieger weiter: „Wir müssen Events aus unseren Rennen machen, nur noch Parallelrennen mit zwei Sprungschanzen im Kurs fahren. Dazu eine coole Musik und starke Sprecher. Das Ganze am Abend bei Flutlicht. Wir Athleten sollten den Funktionären zeigen, wie es geht.“

Wunderbob

Änderungen sind eine dringende Notwendigkeit, denn sonst droht seinem geliebten Sport das Aussterben. Auch weil gute Skibobs derzeit teuer sind: Der 31-Jährige ließ sich etwa von Maschinenbau-Ingenieuren und seinem Klubkollegen Michael Höller seinen Wunderbob anfertigen: Das neue Material hat einen Gesamtwert von 4.000 Euro.

Würde die Zahl der Athleten steigen, würden auch die Preise der Bobs nach unten gehen…

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