„Mir gefällt nicht, wie man mit uns als Veranstalter umgeht”

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„Mir gefällt nicht, wie man mit uns als Veranstalter umgeht”

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Sportlich ein Vorbild, als Organisator ein „Wunderwuzzi“ – Helmut Morbitzer, der Chef des Linzer Pferdefestivals, der seit 25 Jahren das CSIO, das bedeutendste Spring- reit-Turnier Österreichs auf die Beine stellt, nahm sich im Rahmen des Auftakts zur Sommertour im Gespräch mit dem „Wochenblick“ kein Blatt vor den Mund…

Helmut Morbitzer im Interview mit Wilhelm Holzleitner

Wochenblick: Herr Morbitzer, Sie haben fast drei Jahrzehnte Erfahrung als Ausrichter von hochkarätigen Sportevents. Wie sehen Sie die Istsituation in Linz und Oberösterreich?

Helmut Morbitzer: Wir befinden uns mitten in der Sommertour, freuen uns auf das Turnier von 28.-30.7. und auf die Landesmeisterschaft von 4.-6. August in Ebelsberg. Wir haben hier – auch dank der Subventionen der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich – ideale Bedingungen. Auch deshalb können wir uns kaum gegen den Ansturm an Reitern wehren. Wir erzielten beim Tour-Auftakt am Wochenende mit knapp 1.300 Starts einen absoluten Rekordwert – europaweit.

Top-Reiter und Veranstalter Helmut Morbitzer

Die Zuschauer sahen beim nationalen Turnier Reiter aus Australien, Rumänien, Deutschland, Belgien, Tschechien usw. Wieso ist Linz derart beliebt?

Weil hier alles top funktioniert. Das geht nur, weil bei uns von der Reinigungskraft, bis zu den Richtern, den Mitarbeitern in der Meldestelle, dem Parcoursteam um Franz Madl bis zum Bodenaufbereiter alle perfekt arbeiten.

In Ihren Antworten schwingt ein Unterton mit – oder täuscht das?

Genau, mir gefällt nicht, wie man mit uns Veranstaltern umgeht. Wenn ich etwa sehe, dass die Subvention beim Tennis Ladies von 150.000 auf 300.000 erhöht wurde, nur weil ein Sponsor ausgefallen ist, dann sehe ich das nicht ein. Wenn ich sagen würde, dass Kap-Jumping ausfällt, würde mir niemand helfen. Dabei haben wir seit 25 Jahren über das Jahr gesehen mit CSIO, Sommer- und Herbsttour bei zehn Turnieren insgesamt 10.000 Reiter und Pferdepfleger hier, die in Linz nächtigen und sich verköstigen. Dazu wird der Nationenpreis weltweit übertragen. Wir liefern für Stadt, Land und Tourismus eine Top-Arbeit. Aber die finanzielle Verteilung halte ich für eine schwer akzeptierbare Ungleichheit.

Chaos im OÖ-Pferdesport-Verband

Derzeit herrscht aber auch im OÖ-Pferdesport-Verband Chaos. Der Präsident trat zurück, der Vizepräsident will keine Neuwahl zulassen. Wie sehen Sie das?

Unhaltbar, in einem demokratischen Land. Wir hatten etwa in Linz die OÖ Jumping Tour und keiner vom Verband war zugegen. Zustände, die nicht sein können. Wir brauchen so rasch wie möglich Neuwahlen.

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