Mobilmachung in Russland: 300.000 Rekruten werden zwangsgeimpft

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Mobilmachung in Russland: 300.000 Rekruten werden zwangsgeimpft

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Viele Russen konnten der Corona-Genspritze erfolgreich entkommen. Doch wer nun im Zuge der Mobilmachung einberufen wird, muss doppelt zittern. Alle 300.000 Rekruten sollen zwangsweise gegen Corona geimpft werden – ehe sie ihr Leben auf dem Schlachtfeld riskieren müssen. Entziehen sie sich der Einberufung, droht eine Strafe von bis zu 10 Jahren Gefängnis.

Aktualisierung (04. Oktober 2022, 16:30 Uhr): Ein kritischer Journalist brachte inzwischen berechtigte Zweifel an eine verpflichtenden Impfung für russische Rekruten ein. Wir haben unseren Artikel entsprechend angepasst.

Russischer Virologe empfiehlt Zwangsimpfung der Rekruten

Das russische Verteidigungsministerium machte im Juni 2021 die Covid-Injektion für alle Mitarbeiter verpflichtend. Davon betroffen sind ebenfalls die wehrpflichtigen jungen Männer. Bis Dato rückte man von dieser Vorgabe nicht ab. Ende September 2022 sprach sich der Virologe Prof. Alexei Agranovsky der Staatlichen Universität Moskau einem Interview mit „Moscow Speaking“ ausdrücklich für eine verpflichtende Impfung aus. So sagte er:

„Es wäre richtig, denn die Menschen befinden sich in einer schwierigen Situation, sie haben eine wichtige Wahl, und es ist falsch, sie einer zusätzlichen Gefahr durch das Virus auszusetzen, obwohl das Impfrisiko gleich null ist. Es wäre ratsam, die Impfung mit Sputnik dringend zu empfehlen. Dies ist der einzige funktionierende COVID-19-Impfstoff in unserem Land. Ich weiß nicht, wie es rechtlich vorgeschrieben werden kann, aber es ist definitiv wünschenswert.“

Prof. Alexei Agranovsky, Moscow Speaking, September 2022

Impfpflicht in Moskau – bereits abgeschafft

2021 forderte der Erfinder von “Sputnik V” Alexander Ginzburg eine flächendeckende Impfpflicht. Die Umsetzung der Corona-Maßnahmen oblag jedoch auch in der Russischen Förderation den einzelnen Gebieten (Oblasts). Letztlich wurde nur in Moskau eine Impfpflicht eingeführt. Die Bürger der Hauptstadt umgingen diese in vielen Fällen durch gefälschte Zertifikate oder ignorierten die Vorgaben gänzlich, wie ein österreichischer Austauschstudent gegenüber Wochenblick schildert, der ein Auslandssemester in Moskau absolvierte. Wie Wochenblick berichtete, wurden die Covid-Maßnahmen in der Hauptstadt im Mai wieder aufgehoben und Moskaus Corona-Sünder amnestiert. Heute ist etwa die Hälfte der Bürger Russlands zweifach gegen Corona “geimpft”.

Das Verteidigungsministerium hüllte sich in schweigen

Ende September wurde dann durch die Medien verkündet, dass unter anderem die mobilisierten Einwohner aus den Regionen Rostow, Tatarstan und Pensa gegen das Coronavirus geimpft werden würden. Das Verteidigungsministerium hatte bis dato noch nicht offiziell Stellung genommen.

Bei Weigerung drohen 10 Jahre Gefängnis

Wer nun das Pech hat, einberufen zu werden, kann sich der Zwangsimpfung nun nicht mehr entziehen. Es bleibt denjenigen, welche sich unter keinen Umständen impfen lassen wollen, nur die Wahl der Flucht vor der Einberufung. Und damit riskiert man eine Strafe von bis zu zehn Jahren Gefängnis.

Nun sollen diese Männer ihrer Heimat dienen, in dem größten Krieg den Russland seit dem zweiten Weltkrieg führt. Vorher wird allerdings von ihnen verlangt, dass sie sich einen experimentellen Impfstoff injizieren lassen, der wohl höchstwahrscheinlich abgelaufen sein wird und im schlimmsten Fall für sie gesundheitliche Konsequenzen haben wird.

Impfzwang: US-Armee verzeichnete viele schwere Erkrankungen

Für die Kriegsführung Russlands könnte sich diese Vorgehensweise als nachteilig erweisen. Bereits jetzt gehen der US-Armee, die ebenfalls an der Impfpflicht festhält, die Soldaten aus. Bereits 2021 zeigte sich ein erschreckender Anstieg von schweren Erkrankungen bei den Streitkräften der USA.

Journalist hegt Zweifel an “Zwangsimpfung”

Unser Artikel – für den wir uns auf belastbare Quellen stützen – sorgte für Aufsehen. Der kritische Journalist Thomas Röper (“Anti-Spiegel”), der selbst in Russland lebt, zweifelt nun aber an einer zentralen Anordnung zur verpflichtenden Impfung. Er beruft sich dabei auf Quellen des Verteidigungsministeriums in Moskau. Demnach seien die Corona-Impfungen in ganz Russland stets freiwillig.

Nichtsdestotrotz kann er nicht ausschließen, dass “irgendwelche übereifrigen Beamten in irgendeiner russischen Region” tatsächlich solche Anweisungen ausgäben. Welche Version nun den Tatsachen entspricht, hängt sich daran auf, ob ein Impf-Dekret aus dem Vorjahr weiterhin aktiv ist. Der in Moskau arbeitende US-Journalist Waggaman bejaht dies – Röper hingegen verneint es. TKP.at, das ebenfalls darüber berichtete, urteilt, das “letzte Wort sei nicht gesprochen.”

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