Neustart mit ziemlich langem Anlauf

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Neustart mit ziemlich langem Anlauf

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Exakt 30 Jahre nach seiner Vereinsgründung will man wieder dort sein, wo der ausradierte Vorgängerklub FC Linz / SK VOEST viele Jahre spielte: 2027 soll dem derzeitigen Erste Liga-Schlusslicht der Aufstieg in die Bundesliga gelingen. Möglich machen soll das ein neuer Vorstand und eine Struktur, in der die (zahlenden) Fans mitbestimmen können. Einziger Schönheitsfehler: Ein eigenes Stadionprojekt ist nicht geplant, Neo-Klubchef Walter Niedermayr setzt auf das bei den Anhängern ungeliebte Gugloval.

Im Juni 1997 übernahm der Linzer Spediteur Hermann Schellmann mit einem Dreier-Team den damaligen Landesligisten SV Austria Tabak und machte daraus den FC Blau-Weiß Linz. Die Mehrheit der Fans des zeitgleich liquidierten Bundesligisten FC Linz folgte der neuen Idee. Jetzt, nach 20 Jahren, übernimmt mit Walter Niedermayr ein neuer Mann den Klub, mit der kürzlich präsentierten „Agenda 2027” will der Klub in den nächsten zehn Jahren wieder zur Elite im heimischen Fußball gehören. Gelingen soll das nicht mit dem Gieren nach schnellen Erfolgen, finanziellen Abenteuern oder Ho-Ruck-Aktionen, sondern mit Bodenständigkeit, Zusammenhalt, dem Bekenntnis zum Profifußball und einer Politik der kleinen Schritte.

Keine eigenes Stadion

„Wir wollen den Klub zu einem Mitgliederverein umwandeln, in dem die Fans mitbestimmen können, ja sollen”, sagt Marketingvorstand Christian Wascher. Mittelfristiges Ziel sind dabei tausend Mitglieder, das entsprechende Konzept soll bereits bis Ende Mai vorliegen.
Sauer stößt manchen Fans jedoch auf, dass es bis auf weiteres keine Pläne für eine eigene Arena gibt. Neo-Klubboss Niedermayr setzt auf das Linzer Stadion, das der Stadt gehört. Niedermayr hofft jedoch auf weitere Zugeständnisse der Stadt und bessere Vermarktungsmöglichkeiten. So will man zukünftig bei den Einnahmen aus dem Getränkeverkauf mitschneiden, mobile Tribünen hinter den beiden Toren könnten die Fans näher ans Spielfeld rücken.

Fanshop in der Linzer Tabakfabrik

Die Investitions-(Miet-)Kosten wären mit 100.000 Euro überschaubar. Denkverbote, den blau-weißen Fußball attraktiver zu machen, soll es zukünftig keine geben. Ein Hit wird die neue Geschäftsstelle des Klubs, die samt Fanshop bis Sommer in der Tabakfabrik Linz geschaffen werden soll. „So wollen wir uns noch stärker als Stadtklub positionieren – und uns natürlich auf unsere Wurzeln besinnen.” Klingt spannend – und ist es auch. Die Saison startet für die Blau-Weißen diesen Freitag mit dem Heimspiel gegen Wiener Neustadt.

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