Nicht über Inflation jammern sondern Alternativen nutzen!

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Dr. Herbert Samhaber im Finanz-Check

Nicht über Inflation jammern sondern Alternativen nutzen!

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Wenn heute eine Wurstsemmel rund Euro 2,50 kostet, hätte man 1980 um diesen Preis sieben solcher Semmeln haben können: Sogar mit Gurkerl! Denn damals bekam man für umgerechnet 36 Cent eine solche Jausensemmel.

Das Geld wird immer weniger wert. Was also tun, wenn man ein bisschen Geld erspart hat?

Unser Ziel: „normalen“ Bürgern die Vorteile der Vermögensverwaltung zu ermöglichen

Wochenblick: Herr Dr. Samhaber, warum sollte man sich mit Geldveranlagung und Finanzen als „Normalsterblicher“ beschäftigen? Die meisten Menschen haben keine Millionen am Konto. Also warum? Ist das Geld am Sparkonto nicht mehr gut angelegt?

Dr. Samhaber: Das Geld verliert ständig an Kaufkraft. Die Inflation, etwa für den täglichen Einkauf, liegt nunmehr bei schon über 4 Prozent – frisst die Ersparnisse auf. Man braucht nahezu 5 Prozent Ertrag vor KESt (Kapitalertragsteuer) um die Kaufkraft zu erhalten. Ein normales Sparkonto – geschweige ein Girokonto – kann hierbei schon längst nicht mehr mithalten. Die Zinsen sind viel zu gering. Daher muss sich jeder nach anderen Formen der Veranlagung umsehen. Ich sage: Nicht über die Inflation jammern, sondern Alternativen nutzen. Ein Beispiel für erlebte Inflation in der Praxis: So hat eine Wurstsemmel mit Gurkerl 1980 durchschnittlich und umgerechnet 0,36 Euro gekostet, 2010 schon 1,45 Euro. Das ist eine Preissteigerung von 4,75 Prozent pro Jahr. Heute kostet die gleiche Semmel bis zu 2,50 Euro – was nochmal mehr als 72 Prozent im Vergleich zu 2010 bedeutet.

Viele Leser fragen uns: Ab wann zahlt es sich aus, eine Firma wie Sie mit der Vermögensverwaltung zu beauftragen? Betrifft das nicht nur die Super-Reichen?

Ich bin nun mehr als 25 Jahre in der Branche und habe vor 16 Jahren mein Unternehmen in diesem Sektor gegründet. Unser Ziel war es von Anfang an – und ist es bis heute – „normalen“ Bürgern die Vorteile der Vermögensverwaltung, welche in dieser Form normalerweise den „Reichen“ vorbehalten bleibt, in gleicher Weise zu ermöglichen.

Ab welcher Summe wird es konkret interessant?

Bereits ab 25.000 Euro fängt es bereits an, dass es sich auszahlen kann und interessant wird.

Reiche werden immer reicher

Angenommen ich möchte langfristig den Wert eines Vermögens, beispielsweise für meine Kinder, sichern. Sind Grundstücke oder Immobilien hier empfehlenswert?

Diese Situation war auf alle Fälle in den letzten 20 Jahren gegeben. Die Wertsteigerung der Immobilien hat in der Regel den Kaufkraftverlust wettgemacht.

Wohnung kaufen oder mieten? Was empfehlen Sie?

Prinzipiell kaufen. Österreich hat im europäischen Vergleich einen enormen Nachholbedarf bei der Eigentumsquote von Immobilien. Sie liegt speziell in den Städten deutlich unter 50 Prozent. Da sind uns andere, wie selbst Spanien, voraus. Vom Staat festgelegte Mietzinsen für alle Immobilien würden zum Fiasko bei den Immobilienwerten führen. Solche Wahlzuckerl sollte man tunlichst vermeiden.

Immer wieder hört man von Aktienfonds. In der Praxis ist das aber sehr betreuungsintensiv, man muss ja ständig die Kurse verfolgen?

Das ist bei Aktieninvestitionen immer der Fall, ein Rückschlag ist nie ausgeschlossen. Daher empfehle ich dies Profis in der Vermögensverwaltung zu übergeben. Diese können bei Bedarf schleunigst handeln, ohne dass lange gefragt werden muss, soll ich oder ich nicht verkaufen – ganz zu schweigen vom Zeitaufwand.

Herr Dr. Samhaber zum Schluss noch eine Frage, die jeden immer wieder umtreibt: Warum werden Reiche eigentlich immer reicher und stimmt das so überhaupt?

Reiche werden immer reicher – prinzipiell auf dem Papier. Der Grund liegt darin, dass sie Anteile an Unternehmen besitzen, die natürlich laufende Erträge in Form von Dividenden abwerfen. Diese machen die Inflation in der Regel wett, darüber hinaus sind die Aktienkurse in den letzten Jahren gestiegen. Aber das Geld tatsächlich liquid zu haben ist eine andere Geschichte.

Finanz-Check: Samhaber antwortet

heißt die neue Serie im „Wochenblick“, bei der Leser Fragen an die Finanzprofis stellen können. Senden Sie Ihre Fragen bitte an: [email protected]

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