Oberösterreichs Tormann-Hoffnung

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Oberösterreichs Tormann-Hoffnung

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Der Name Köstenbauer ist vielen oberösterreichischen Fußballfans ein Begriff: Neben dem Ex-Bundesligatormann und langjährigem Trainer Albin Köstenbauer bahnt sich mit seinem Enkerl Marcel jetzt eine weitere große Torhüter-Karriere an: Der 15-jährige Linzer debütierte letzten Montag im U16-Nationalteam und ist bereits bei einigen deutschen Klubs im Gespräch.

Ende der 1960er, Anfang der 1970er-Jahre machte sich Albin Köstenbauer bei den Bundesligaklubs Sturm Graz und SK VOEST Linz einen Namen. Aufgrund von Verletzungen – so brach er sich etwa mal beide Arme – beendete Albin seine Karriere sehr bald und stieg ins Tormann-Trainergeschäft ein. Er coachte u.a. die beiden Teamtorhüter Erwin Fuchsbichler und Klaus Lindenberger. Vor vier Jahren beendete Albin seine Trainerkarriere beim OÖ Ligisten Donau Linz.

Heute wird anders gespielt

Das Tormanngeschäft von heute kann man mit jenem von damals nicht vergleichen: „Damals sind wir von einem 16-er Eck zum anderen mit dem Ball spaziert und haben bei einem Vorsprung wertvolle Minuten herausgeschunden, heute gehen solche Mätzchen nicht mehr“, grinst Albin. Auch die Spielweise heute ist eine ganz andere: „Gute Torhüter sind heute fast schon eher Feldspieler, früher hat‘s geheißen ‚Stell di eini in dein Kastn und gib a Ruah!“

Tormannwesen liegt ihm im Blut

Und irgendwann kam der Tag, als der Opa den Marcel als Tormann entdeckte: „Bis zur U10 war ich Feldspieler, ich habe dem Opa aber immer beim Tormanntraining zugeschaut. Irgendwann habe ich mich beim Training mal spaßeshalber ins Tor reingestellt. Meine Mama sagte zum Opa, er soll mir mal zuschauen, wie ich mich dabei so anstelle“, erzählt Marcel. Und der Opa war sofort begeistert: „Man sieht sofort, wie jemand einen Ball fängt, wie er sich nach einem Ball wirft. Für mich war sofort klar, dass Marcel ins Tor muss.“

Generationensprung

Auch für Marcel war es das große Aha-Erlebnis: „Es hat mir von der ersten Minute an voll getaugt.“ Dass eine Generation zwischen Opa Albin und Enkerl Marcel übersprungen wurde, hat einen guten Grund: die Natur schenkte Albin „nur“ eine Tochter: „Die Birgit war zwar schon im Kinderwagen immer mit am Sportplatz. Aber damals in den 70er- und 80-er Jahren war das mit Damenfußball noch nicht so wie heute.“

Deutsche Bundesliga zeigt Interesse

Und jetzt gab‘s für Marcel die erste Einberufung ins U16-Nationalteam: „Ein absoluter Wahnsinn, dann gleich ein Freundschaftsspiel gegen Deutschland.“ Und obwohl Marcel erst 15 ist, klopfen bereits große Vereine aus Deutschland an. Mutter Birgit: „Wir sind mit einem traditionsreichen deutschen Bundesligisten im Gespräch.“ Kein Wunder, denn Marcel bringt das Zeug für eine große Karriere mit.

Der neue Neuer?

Albin Köstenbauer: „Marcel spielt von der Anlage her so wie Manuel Neuer vom FC Bayern, er rückt oft bis zur Mittelauflage auf. Ich bin überzeugt, dass er ein ganz Großer wird.“ Marcels größter Vorteil: „Der Bub kann auch unangenehme Bälle richtig gut fangen, das bringt heute kaum wer zusammen, die meisten fausten alles weg, was schwierig ist.“

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