Philippa Straches Ja zum Spritzzwang-Gesetz als Affront gegen die Demokratie

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Innerlich zerrissen

Philippa Straches Ja zum Spritzzwang-Gesetz als Affront gegen die Demokratie

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Hinter jedem starken Mann steht eine noch stärkere Frau, sagt man. Philippa Straches gestriger Auftritt im Parlament zeigte, dass das wohl nicht für die Straches gilt. Nachdem Philippa in ihrer Rede zuerst noch gegen den Spritz-Zwang anredete, sorgte sie wenig später durch ihr Abstimmungsverhalten für Stirnrunzeln: Sie stimmte dafür. Ihre Begründung: Das Gesetz werde später ja ohnehin aufgehoben. Zerknirscht zeigt sich ihr Mann, der selbst gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung demonstriert, nun auf Telegram: Die Corona-Spaltung, so Strache, gehe eben auch quer durch die Familien erklärte dieser zu Philippas parlamentarischer Vorstellung von “natürlich blond”. Dabei geht der Spalt nicht nur quer durch die Familie Strache, sondern scheinbar auch durch Philippa selbst: Sie wolle politisch nicht instrumentalisiert werden, erklärte die Politikerin Strache.

Als ehemalige parlamentarische Mitarbeiterin weiß ich, dass so Plenarsitzungen schon anstrengend sein können. Sie dauern lange und kompliziert sind die parlamentarischen Abläufe auch, keine Frage. Mit der Wahl nach Ibiza verlor ich meinen Job. Während “meine” Abgeordneten es nicht mehr in den Nationalrat hineinschafften, konnte Philippa die Wahl für sich entscheiden. Sie gerierte sich zuvor als engagierte Tierschützerin, belegte ihr Engagement mit Charity-Events und lieben Tier-“Selfies”. Stellvertretend für ihren beschädigten Mann (von dem sie mittlerweile getrennt lebt) sollte sie nun die Österreicher im Parlament vertreten, denn immerhin sei ja auch sie eine sehr politische Person – was in der Retrospektive wohl viele anzweifeln. Ihr Noch-Mann dürfte sich nun in Grund und Boden schämen. Strache demonstrierte selbst mehrmals gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung und lehnt den Spritzzwang ab. Er äußerte sich auf Telegram zum Stimmverhalten seiner (Noch-)Ehefrau. Er würde das nicht kommentieren und seine Frau habe eine eigene Meinung. Doch die Spaltung der Gesellschaft ziehe sich “leider oft auch durch Familien”.

HC Strache bezieht Stellung – Spaltung der Familien durch Corona-Politik:

Hin- und hergerissen: Philippa Strache in sich gespalten

“Die Menschenwürde ist unantastbar ist eigentlich ein Satz mit ganz viel Tragweite”, tönte Philippa in ihrer Rede zur “Impfpflicht”. Mehr als sechs Minuten lang erklärte sie, warum die “Impfpflicht” nicht beschlossen werden solle. Sie sei von der Wirksamkeit der Genspritzen zur Eindämmung der Corona-Pandemie überzeugt, doch das Gesetz zum Zwang dazu sei ein Fehler, erklärte sie. Eine Aufklärungskampagne wie bei der FSME-Impfung sei vorzuziehen, so Strache. Außerdem äußerte sie verfassungsrechtliche Bedenken. Um später dann dennoch für die “Impfpflicht” zu stimmen. Dieses hin und her verwunderte. Viele zeigten sich verärgert über den leichtfertigen Umgang der Blondine mit ihrem Mandat und mit Österreichs Demokratie, vor allem angesichts des Schicksalscharakters des Wahnsinnsgesetzes, das künftig den staatlichen Eingriff in die körperliche Integrität mit experimentellen Substanzen legitimiert.

Gegenüber Medien begründete Strache diese Divergenz damit, dass die “Impfpflicht” vor dem Verfassungsgerichtshof ohnehin nicht halten werde und sie deswegen dafür gestimmt hätte. Außerdem wolle sie politisch nicht vereinnahmt werden und “keine Ängste nähren”. Dass Frau Strache politisch nicht vereinnahmt werden will, ist bemerkenswert. Man kennt dieses Bedürfnis von Künstlern, Schauspielern, von Stars. Dass nun auch Politiker nicht von der Politik vereinnahmt werden wollen, ist neu und paradox. Strache, die zuvor als Wettermoderatorin tätig war, hatte von Anbeginn an Schwierigkeiten mit dem Verständnis parlamentarischer Prozesse. Als frisch angelobte Abgeordnete verpasste sie bereits ihre erste Abstimmung und gab später ihrem Ex-Mitarbeiter die Schuld dafür. Wer Wertschätzung für die repräsentative Demokratie oder Verantwortungsbewusstsein sucht, scheint bei Strache fehl am Platz.

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