Polizeiverstärkung soll Wels jetzt sicherer machen

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Delikte gegen Leib und Leben stiegen um 22 Prozent an

Polizeiverstärkung soll Wels jetzt sicherer machen

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In Wels werden derzeit händeringend Polizisten zur Bekämpfung von Autorasern, Drogenkriminellen und Gewalttätern gesucht. Bürgermeister Andreas Rabl und Sicherheitsstadtrat Gerhard Kroiß fordern daher weitere Planstellen für Polizeibeamte in der Messestadt.

Ein Bericht von Kurt Guggenbichler

Delikte gegen Leib und Leben reißen aus

Derzeit sind in Wels 161 Planstellen nicht besetzt, weshalb eine Aufstockung um 40 Polizeibeamte gefordert wird, heißt es zu dieser Problematik aus dem Rathaus. Mit 200 Leuten könnte wirksam gehandelt werden.

In Wels gehe die Gesamtzahl der Strafdelikte zwar kontinuierlich zurück, allerdings gebe es Ausreißer, betont Bürgermeister Rabl (FPÖ). Dazu gehörten auch die Delikte gegen Leib und Leben, die sprunghaft angestiegen sind. Die Rede ist von einem Plus von 22 Prozent. Auch im Bereich der Drogenkriminalität verzeichne man in der Messestadt eine weitere Zunahme von einem Prozent. Alarmierend seien unterdessen immer mehr Raserei-Delikte
So hätten im Vorjahr insgesamt 59.257 Autofahrer eine Radarstrafe erhalten. Im Jahr 2018 waren es noch 42.652 gewesen.

Zum Teil sei die Steigerung auch auf die Senkung der Toleranzgrenze bei den Messgeräten um fünf Kilometer pro Stunde zurückzuführen, erläutert der Sicherheitsstadtrat Gerhard
Kroiß, zum anderen aber auch auf die unlängst verstärkten Kontrollen. Diese seien aufgrund der schweren Unfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit schlicht notwendig geworden. Zur genannten Steigerung hätten jedoch auch die verstärkten Messeinsätze mit der Laserpistole beigetragen.

Weitere Planstellen benötigt

Am Weg dieser Art der Kontrolle wurden vor zwei Jahren 277 Strafen verhängt, doch im Vorjahr habe sich die Zahl auf 603 Anzeigen mehr als verdoppelt. Insgesamt, resümieren Rabl und Kroiß, bedeute der Anstieg von 1.277 auf 2.358 Organstrafen ebenfalls beinahe eine Verdopplung. „Um die hohe Kontrolldichte gerade im Bereich der Geschwindigkeitsüberwachung weiter aufrecht erhalten zu können, aber auch um der Drogenkriminalität durch eine Drogen-Task-Force Herr zu werden, ist es dringend notwendig, weitere Planstellen nach Wels zu bekommen“, betont Gerhard Kroiß und auch Andreas Rabl ist überzeugt, dass man „schärfer durchgreifen“ müsse.

Mit 40 Polizisten mehr könne man nicht nur ein deutliches Zeichen setzen, sondern auch etwas erreichen.

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