Provokation? Geplanter Moscheeneubau gegenüber katholischer Schule

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In Vöcklabruck regt sich Widerstand gegen den Bau

Provokation? Geplanter Moscheeneubau gegenüber katholischer Schule

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Nachdem der Plan, im Unterstadtgries in Vöcklabruck eine Moschee zu installieren, gescheitert ist, will das örtliche Bosniakisch-Österreichische Kulturzentrum ihr Kultur- und Gebetshaus nun auf einem Grundstück gegenüber der katholischen Don-Bosco-Schule errichten.

Von Kurt Guggenbichler

Die Grundstücksanrainer, zu denen neben der Autohandelsfirma „Ford4you“ auch der Reifenhändler Auböck und das Altstoffsammelzentrum gehören, haben dem Vernehmen nach nicht viel Freude mit diesem Vorhaben, „weil das Handtuch-große Grundstück an der Ida-Pfeiffer-Straße für die Realisierung eines solchen Projektes aus mehreren Gründen nicht geeignet ist“, wie Johann Hüthmair, der Obmann der Vöcklabrucker Bürgerinitiative Zivilcourage (BIZ), erläutert.
Denn an der B1 würde man nicht parken können und die nächstgelegene Autoabstellfläche bei der Bezirkssporthalle in 700 Metern Entfernung würden künftige Gebetshausbesucher wohl kaum nutzen.

Moschee gegenüber katholischer Schule

Viele Bürger Vöcklabrucks empfinden den Moschee-Standort gegenüber der Don-Bosco-Lehranstalt mit ihren vielen Schülerinnen als Provokation.
„Der Grund, auf dem das Gebetshaus gebaut werden soll, hätte niemals umgewidmet werden dürfen“, sind sich alle Betroffenen einig, zumal schon im Vorfeld auch die Wirtschaftskammer auf die schädlichen Folgen für das Betriebsbaugebiet und die dort angesiedelten Firmen hingewiesen hatte.

Deshalb hatten sich die Geschäftsführer von „Ford4you“ dezidiert gegen die Umwidmungspläne ausgesprochen. Durch den Firmenbetrieb mit Karosseriewerkstätte und Lackiererei, argumentierten sie, könne es zu Beeinträchtigungen kommen und auf Grund des benachbarten Betriebsstoffsammelzentrums sei auch mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Gebetshäuser gehörten ins beruhigte Wohngebiet und nicht in ein Gewerbeareal, ist die „Ford4you“-Geschäftsführung überzeugt.

Unbekannter Betreiber

Doch auch in einem Wohngebiet würden die Menschen mit einer Moschee keine Freude haben, wie das Hickhack um den ursprünglichen Standort im Unterstadtgries zeigte.
Was zusätzlich für Beunruhigung sorgt, ist der Umstand, dass keiner genau weiß, wer sich hinter „Dzemet“ verbirgt, einer Körperschaft öffentlichen Rechts, in der die Fäden für den Moschee-Neubau gezogen werden, glaubt Hüthmair, der zudem an die Verantwortlichen appelliert, die Raumordnung in diesem Gewerbegebiet nicht mit Füßen zu treten.

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