Selbstversorgung gewinnt in diesen Zeiten bei den Menschen zunehmend an Bedeutung

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Im Herbst starten wieder die beliebten Brotbackkurse für jedermann

Selbstversorgung gewinnt in diesen Zeiten bei den Menschen zunehmend an Bedeutung

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„Brot backen kann jeder“, sagt die Seminarbäuerin Magdalena Mehringer aus Alberndorf, was in Zeiten wie diesen vorteilhaft ist – aus verschiedensten Gründen. Erlernen kann man diese Fertigkeit in den angebotenen Kursen der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.

Ein Lokalaugenschein von Kurt Guggenbichler

„Die Anmeldungen für die ab Herbst startenden Brotbackkurse laufen noch“, informiert Ernährungsreferentin Romana Schneider-Lenz. Magdalena Mehringer, eine der unterrichtenden Landwirtinnen, freut sich schon darauf, endlich wieder in Aktion treten zu können.

Wegen Corona gibt es seit März keine Kurse, weshalb ich in ihrem Bauernhof in Alberndorf in den Genuss einer Einzelschulung komme, um unseren Lesern davon zu berichten.
Zwei Stunden dauerte mein Schnellkurs.

Am Ende hatten wir kleine Mohnflesserl, Salzstangerl, Weckerl und vor allem einen schönen runden Laib Brot produziert. Handwerklich halte ich mich nicht für begabt, doch ich muss sagen, dies hätte sogar ich geschafft, hätte ich Magdalena Mehringer nicht nur über die Schulter geschaut.

Anstellgut ist wichtig

Denn alles, was man zur Herstellung eines schmackhaften Brotes benötigt, ist Wasser, Mehl, Sauerteig und Hitze. Um überhaupt Brot machen zu können, braucht man jedoch zunächst ein sogenanntes Anstellgut: beispielsweise 100 Gramm Wasser, 100 Gramm Mehl und 10 Gramm Sauerteig. „Das ist mein Familien-Silber“, sagt die Seminarbäuerin.

Das Ganze wird gut gemischt und 12 Stunden stehengelassen. Danach ist der Brotteig bereit zur Weiterverarbeitung. Mehringer nimmt nun ihr „Familiensilber“, gibt noch 750 Gramm Mehl, einen halben Liter Wasser, 20 Gramm Salz und Gewürze sowie einen halben Würfel Germ dazu und mischt das Ganze drei bis fünf Minuten in der Maschine.

Danach packt sie die Masse in ein Gärkörbchen, wo sie dann eine halbe Stunde lang rastet. „Das ist jetzt die sogenannte Gare“, erläutert die Bäuerin, die auch sagt, dass sie den Teig der Einfachheit halber mit der Maschine geknetet hätte, während die Kursteilnehmer dies mit der Hand erledigten.

Nachdem der Teig nun eine halbe Stunde geruht hat, nimmt sie ihn aus dem Gärkörbchen, kippt ihn auf ein Blech und schiebt ihn ins Ofenrohr, wo er bei 250 Grad 50 Minuten lang aufgebacken wird. Danach ist der Laib fertig.

Grosser Zuspruch

„Da weiß man wenigstens, was drinnen ist“, sagt Mehringer. „Es sind nur regionale Zutaten.“ Sie ist auch davon überzeugt, dass es in Zeiten wie diesen von Vorteil ist, wenn man sich wenigstens mit Brot selbst versorgen kann.

„Um unsere Brotbackkurse geht es daher auch richtig zu“, betont meine Instruktorin. Die Teilnehmer sind bunt gemischt: Frauen, Männer, Junge, Ältere …

„Vor Weihnachten mache ich dann auch Keksbackkurse“, sagt Mehringer, die abschließend noch auf die vielen anderen preiswerten Selbermachlehrgänge der Landwirtschaftskammer verweist.

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