Diplomat mit Hang zur Marine

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Das Fernweh hat den 57-jährigen Schärdinger Wilhelm Donko noch immer fest im Griff. Aus seinen ursprünglichen Berufsplänen, die Weltmeere als Seemann zu bereisen, ist zwar nichts geworden, doch auch als Berufsdiplomat kommt der Gesandte der Republik Österreich viel herum.

Ein Bericht von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

Vor kurzem hat er in Oslo seine neue Verwendung als Botschafter angetreten. Davor hat er sich – wie immer vor solchen Einsätzen – in seinem Heimatort am Inn einige Wochen entspannt, wo er den „Wochenblick“ zu einem Gespräch empfing.

Der Schärdinger Wilhelm Donko ist Botschafter in Norwegen

Zu Hause ist Wilhelm Donko, wenn man das bei seiner oftmaligen Abwesenheit aus Österreich so nennen kann, beruflich in Wien, wohnt jedoch mit seiner chinesischen Frau Yan Donko, einer gebürtigen Schanghaierin, in Strasshof im Marchfeld, wenn er nicht gerade wieder einmal Österreichs Interessen im Ausland vertritt. Das tat der Diplomat mittlerweile bereits in Algerien, in Russland, in der Türkei, in Süd-Korea und auf den Philippinen und seit dem 16. August nun auch in Norwegen.

Dabei war ihm die Diplomatenlaufbahn nicht in die Wiege gelegt. „Eigentlich wollte ich Seemann werden“, sagt Donko, was allein schon deswegen ein kühner Gedanke war, weil er seit seiner Geburt an einer schweren Kniegelenksverschiebung leidet. „Deshalb ist auch mein erster Versuch, in Hamburg zur See zu fahren, kläglich gescheitert“, erzählt er. Doch mit Hartnäckigkeit und ein wenig diplomatischem Geschick ist es ihm schließlich doch noch geglückt, eine Seediensttauglichkeit zu bekommen, worauf er ein halbes Jahr die Meere durchpflügte.

Pflegt weiterhin seine Liebe zur Seefahrt

„Das war so eine romantische Vorstellung“, gibt er zu, die sich dann irgendwann einmal verflüchtigt hat. Daraufhin studierte er Geschichte und Geographie an der Universität Salzburg (Sponsion zum Mag. phil. 1987) und postgradual an der Universität Tokio.

Und im bereits fortgeschrittenen Alter von 29 Jahren war es dann Zeit für ihn, sich einen „ordentlichen“ Beruf zu suchen. Zum diplomatischen Geschäft sei er dann eher zufällig gekommen, berichtet Donko, der seine Liebe zur Seefahrt aber auch weiterhin pflegt, indem er sich in seiner Freizeit als Marinehistoriker und Buchautor betätigt.

Erfolgsbücher der Marinegeschichte

Zwölf Bücher zu Themen der Marinegeschichte hat Donko bis jetzt schon geschrieben, darunter auch eines, das die bis jetzt noch wenig bekannte Tatsache der ersten Seeluftschlacht in der Seekriegsgeschichte behandelt, als japanische Marineflieger im Jahr 1914 das in Ostasien kreuzende Kriegsschiff „Kaiserin Elisabeth“ bombardierten.

Noch größeres Interesse aber dürfte wohl Donkos historischer Reiseführer durch den ehemaligen österreichischen Hauptkriegshafen Pula finden, in dem er akribisch aufgearbeitet hat, was dort noch an Relikten der alten k.u.k. Marine zu finden ist.

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