Mit „Danziger Goldwasser“ hat alles begonnen

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Mit „Danziger Goldwasser“ hat alles begonnen

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„Es ist ein Brauch von alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör“ reimte der deutsche Zeichner und Schriftsteller Wilhelm Busch just in jener Zeit, als in Linz ein gewisser Salomon Spitz mit der Produktion und dem Handel von Rum, Schnaps und Likören begann.

Ein Bericht von Chefredakteur Kurt Guggenbichler

Die Sorgen dürften damals, Mitte des 19. Jahrhunderts, ziemlich groß gewesen sein, denn Spitz‘ Einzelhandelsunternehmen begann schnell zu florieren. Was nach 160 Jahren daraus geworden ist, kann man heute in Attnang-Puchheim bestaunen: Einer der größten Lebensmittelhändler und -erzeuger Österreichs, der im Herbst eine Spezialitätenbrennerei eröffnet.

OÖ größter Lebensmittelproduzent feiert Jubiläum

Allein an Spirituosen produziert Spitz heute 4,4 Millionen Liter pro Jahr. Dabei hat 1857 zunächst alles klein begonnen: unter anderem mit dem „Danzinger Goldwasser“.

Das Danziger Goldwasser war und ist ein besonders hochwertiger Gewürzlikör, der von der Likörfabrik „Der Lachs zu Danzig“ nach einem Geheimrezept aus rein pflanzlichen Zutaten hergestellt wurde. Seine Geschichte lässt sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen.

Produktvielfalt

Der aus Holland stammende Ambrosius Vermöllen hatte 1598 die Fabrik gegründet und den Likör unter dem Namen „Der Lachs“ vertrieben. Die Herstellung wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Danzig aufgegeben, allerdings gelangte das Rezept an die Hardenberg-Wilthen AG in Nörten-Hardenberg, die das Goldwasser nach altem Rezept neu herausbrachte und es europaweit vertreibt.

Damals wie heute enthält Original Danziger Goldwasser reines 22-karätiges Gold. In jedem Gläschen Goldwasser ist das kostbare Edelmetall enthalten, wenn auch nur in sehr geringen Mengen.
Bei Spitz sind die Goldwasserzeiten längst vorbei und mittlerweile werden von dem Unternehmen nicht mehr nur alkoholische Getränke vertrieben und/oder produziert, sondern auch Marmeladen, Ketchup, Saucen, alkoholfreie Getränke sowie Süß- und Backwaren – alles in allem mehr als 1.100 verschiedene Produktkategorien.

Täglich 4,6 Millionen Konsumenten

Täglich verlassen rund 1,3 Millionen Nahrungsmittel das Werk, die von 700 Mitarbeitern hergestellt worden sind. Das sind jährlich 474 Millionen Lebensmittel aus Oberösterreich, die sich täglich 4,6 Millionen Menschen schmecken lassen.

Diese Konsumenten sind in mehr als 50 Ländern beheimatet, denn die Hälfte aller Erzeugnisse wird exportiert, unter anderem auch nach Japan, China, Nordafrika, in den Mittleren Osten und natürlich auch innerhalb Europas. Die Familie Scherb, die das Unternehmen schon vor mehr als 60 Jahren erworben und seit den 1950er-Jahren kontinuierlich ausgebaut hat, ist stolz darauf, dass vom Rohstoff weg alles nach wie vor in Oberösterreich produziert wird.

„Denn Lebensmittel zu erzeugen, heißt nicht einfach eine Ware zu produzieren“, betont Spitz-Geschäftsführer Josef Mayer, vielmehr sei es „eine konkrete Verantwortung gegenüber unseren Kunden, die immer im Mittelpunkt unserer Überlegungen steht.“

Bekannte Marken in hoher Qualität

Zu der von ihm angesprochenen Verantwortung gehöre die Sicherstellung der Lebensmittelqualität, sagt er, ebenso wie die flächendeckende Versorgung durch ein starkes Distributionsnetz und durch wichtige Handelspartner. Einer dieser Handelspartner ist auch Hofer, für den Spitz schon seit langem produziert.

Diese Zusammenarbeit mit Hofer wie auch anderen Filialisten war auch eine der Ursachen für den laufenden Ausbau des Sortiments und der Produkte wie beispielsweise Spitz-Himbeersirup, -Waffeln oder -Senf, die heute zur Standardausstattung vieler Haushalte gehören.

Schon Ende der 1980er-Jahre hatte Spitz eine Fertigung für Back- und Brotwaren installiert und war damit in die Herstellung von Waffeln, Biskotten und Kuchen eingestiegen. In den vergangenen zehn Jahren hat das Attnanger Unternehmen mit Gasteiner Mineralwasser und Auer-Blaschke (Baumstämme, Kokuskuppeln) auch heimische Marken übernommen.

In Zukunft weiterhin auf Wachstumskurs

Man werde auch weiterhin auf Wachstumskurs bleiben und schon in der näheren Zukunft mit einigen Neuerungen aufzuwarten vermögen, sagt Mayer. Eine davon ist die für Herbst angekündigte Eröffnung einer eigenen Spezialitätenbrennerei.

„Was vor 160 Jahren als Kleinstunternehmen begann, hat sich zu einem internationalen Unternehmen entwickelt“, das im Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz von 244 Millionen Euro machte und damit 6,73 Millionen Euro verdiente.

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