Spielerisch die Heimat retten: Ein Stachel im Mark des Mainstreams

Linzer entführt im Retro-Stil in düstere Zukunftsvision

Spielerisch die Heimat retten: Ein Stachel im Mark des Mainstreams

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Seit dem 15. September ist das erste patriotische Videospiel, „Heimat Defender: Rebellion“ erhältlich. Die Netzseite zum Spiel wurde bereits mehr als 70.000 Mal aufgerufen. Linke rufen jetzt nach einem Verbot. Der „Wochenblick“ hat sich das „Jump ‘n’ Run“-Spiel im Rahmen einer Präsentation angeschaut.

von Johannes Schüller

Geschäftig klappert der Controller vor sich hin, zwischen dem Stimmengewirr klingt hin und wieder futuristisch anmutende Musik durch. Zugleich blicken Mitarbeiter und Unterstützer der deutschen Patrioten-NGO „Ein Prozent“ gebannt auf schwarze Monitore, während sich pixelige Figuren dort auf und ab bewegen.

Getragen werden auf dieser Veranstaltung nicht selten mysteriöse T-Shirts mit der Aufschrift „Die Sonne ist kalt“ oder „Heimat Defender“. In der Küche warten Muffins mit aufgesteckten Schildern, die die Köpfe mehrerer bekannter Größen der „Neuen Rechten“ zieren – nämlich jene der Youtuber Alex Malenki und „Outdoor Illner“, des identitären Aktivisten und „Vloggers“ Martin Sellner sowie des Publizisten und Verlegers Götz Kubitschek.

Sie alle eint ihre Rolle als Hauptfiguren im ersten patriotischen Computerspiel Deutschlands, dem sogenannten Retro-Game „Heimat Defender: Rebellion“. Dieses kann zukünftig auf dem PC und in absehbarer Zeit laut Ankündigung des Entwicklers auch auf dem Mac gespielt werden.

Der eine oder andere Protagonist reiste zur Präsentation des Spiels an – und bewegte auf dieser für die „Neue Rechte“ doch recht ungewöhnlichen Veranstaltung sein digitales Äquivalent im „Jump ‘n’ Run“-Spiel an mitunter ziemlich vertrauten Gegnern vorbei.

Kenner erinnert das an Klassiker des Genres wie etwa „Super Mario“ oder „Commander Keen“. Gewöhnungsbedürftig mag für manchen der Retro-Stil des Spieles sein. Das Genre des „Jump ‘n’ Run“ und der Retro-Stil wurden aber auch aus Kostengründen gewählt. Ein zeitgenössisches „Open World Game“ mit 4K-Grafik hätte den Kostenrahmen bei weitem gesprengt, versicherten die Entwickler auf „Wochenblick“-Nachfrage.

Im Gegensatz zu anderen Spielen besitzt „Heimat Defender: Rebellion“ jedoch einen hochpolitischen Hintergrund. Das Erstlingswerk aus der frisch gegründeten Entwicklerschmiede „Kvltgames“, unterstützt durch Herausgeber „Ein Prozent“, spielt in einer dystopischen Zukunft, in der scheinbar die schlimmsten Befürchtungen von Globalisierungskritikern Wirklichkeit geworden sind.

In diese Szenerie des Jahres 1984 werden die Protagonisten in die „Megacity“ Halleipzig geworfen, um sofort der brutalen Verfolgung eines „Globohomo“-Regimes ausgesetzt zu sein. „Globohomo“, so heißt die Abkürzung für eine globale und homogene Kultur, die durch Konzerne sowie linke und liberale Politiker aufrechterhalten wird.

In ihr bewegen sich sogenannte NPC, geistig offenbar ferngesteuerte Linke, die das eigenständige Denken längst verlernt haben. Diese offensichtlichen politischen Bezüge zu den Entwicklungen der Gegenwart sind nicht zufällig.

Reales Vorbild für Szenario

„Am Ende ist das Szenario jedenfalls gar nicht so abgefahren, sondern durch feine Fäden mit der Gegenwart verbunden: Wir sehen uns heute riesigen Tech-Konzernen gegenüber, die teilweise mehr Macht als Nationalstaaten haben, ungeheure Datenmengen kontrollieren, unsere gesamte Kommunikation und unseren Zugang zur Wirklichkeit überwachen, formen und zensieren können“, erklärt „Kvltgames“-Chefentwickler Roland Moritz, der in Linz lebt.

Im Spiel begegnet man so immer wieder Anspielungen sowie Figuren, die sich teilweise bereits jetzt real gegen diese Entwicklung stemmen oder sie andererseits befördern. Zu diesen Figuren gehören der neurechte Publizist Martin Lichtmesz und der Jung-Journalist Roman Möseneder.

Deren Gegenspieler wiederum erinnern unter anderem an den Polit-Spekulanten George Soros, die Vorsitzende der umstrittenen linksradikalen Amadeu-Antonio-Stiftung Anetta Kahane und den deutschen Außenminister Heiko Maas (SPD).

Zugleich finden sich im Spiel mal offene, mal versteckte Anklänge an das patriotische Lager der deutschen Gegenwart: So können Spieler Bände aus der Reihe „Kaplaken“, die im neurechten Antaios-Verlag erscheint, sammeln und zugleich erklärende Einführungstexte lesen.

Auch der einschlägig vorbestrafte Afroamerikaner George Floyd, der durch mutmaßliche Polizeigewalt ums Leben kam, findet sich im Spiel wieder. Ebenso werden Fälle brutaler Ausländergewalt in Deutschland thematisiert.

Eine Leuchtreklame, die für „Insekten-Burger“ wirbt, spielt laut Angaben von „Ein Prozent“-Boss Philip Stein wiederum auf einen kontroversen, patriotischen Twitter-Nutzer an.

Stundenlanger Spielspaß

Die Vorgeschichte zum spannenden Plot kann man in einem Comic des neuen, auf nonkonforme Werke spezialisierten Verlags „Hydra Comics“ nachlesen. Zudem wurden auch Tassen und T-Shirts im Retro-Stil produziert.

Wie ein Insider von „Ein Prozent“ dem „Wochenblick“ verriet, ist mit „Heimat Defender: Rebellion“ circa drei bis vier Stunden Spielspaß garantiert – je nachdem, welche der drei Schwierigkeitsstufen gewählt wird.

Mit „Heimat Defender: Rebellion“ wird zugleich ein ganzes erzählerisches Universum eröffnet, das in verschiedensten Medien – unter anderem eben in einem Videospiel – Ausdruck finden soll.

Mit einem Augenzwinkern verrät der Insider schmunzelnd: „Vielleicht kommt ja beispielsweise bald „Heimat Defender: Occupation“. Das Spiel ist kann direkt unter www.heimat-defender.de gratis heruntergeladen werden.

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