„Stockschießen geht immer, solang e man‘s dertauchen kann”

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„Stockschießen geht immer, solang e man‘s dertauchen kann”

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Der Stocksport ist einer der mitgliederstärksten Sportarten Oberösterreichs – über 400 Vereine mit 22.000 Aktiven sind regelmäßig auf Asphalt und Eis unterwegs. Die heimischen Klubs agieren zudem sehr erfolgreich – Union St. Willibald holte etwa kürzlich den Vizestaatsmeistertitel. 2018 steigt in Amstetten die WM – „hoffentlich auch mit oberösterreichischer Beteiligung”, hofft Rudolf Ehwallner, Präsident des oberösterreichischen Landesverbandes.

„Unsere Aktiven sind 10 bis 90 Jahre alt, wir kennen fast keine Grenzen, solange man den Stock dertauchen kann”, sagt Ehwallner über seinen Sport, der sich trotz starker Konkurrenz nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Lediglich der Frauenanteil lässt mit gerade mal 12 Prozent (noch) zu wünschen übrig.
Nachwuchssorgen hat der Stocksport keine – speziell das Mühlviertel und einige Innviertler Bezirke erleben hier einen wahren Boom. Ehwallner: „Schwächen haben wir im städtischen Bereich, das war aber leider schon immer so.”

OÖ vorne dabei!

Oberösterreich spielt auch im Bundesländervergleich eine gewichtige Rolle: „Wir rittern mit der Steiermark um die Nummer 1, einmal sind die Steirer top, dann wieder wir”, weiß Ehwallner. Mit Abstrichen mischen auch noch Salzburg und Tirol mit.  Bei den Erfolgen ganz vorne mit dabei: Union St. Willibald aus dem Hausruckviertel und der ESV Weierfing aus dem Innviertel – die beiden Teams belegten bei der Staatsmeisterschaft Anfang Februar die Ränge 2 und 3. Ehwallner: „Der ESV Weierfing ist zudem regierender Europacupsieger.”
Die internationale Szene bestimmen die Alpenländer Österreich, Deutschland, Italien und auch die Schweiz. Der Stocksport-Virus greift aber auch in exotischen Ländern um sich. 40 Länder sind im internationalen Verband bereits registriert, Brasilien holte bei der WM im Zielsport-Bewerb sogar den dritten Platz.
Ob da vielleicht sogar Olympia mal ein Thema wäre – schließlich ist der ganz ähnliche Curlingsport bereits seit vielen Jahren olympisch?Ehwallner: „Es gibt Bestrebungen, bei der Winterolympiade mit dabei zu sein. Ich glaube aber, dass die Zukunft eher auf der Asphaltbahn liegt”, spricht der Präsident die fehlenden Eishallen und die immer seltener zufrierenden Seen an.

Weltmeisterschaft!

Die paar Eishallen, die es gibt, verfügen nur über begrenzte Eiszeiten, die noch dazu mit vielen anderen koordiniert werden müssten: „Anders ist die Situation bei den Stocksporthallen, die es flächendeckend gibt und die das ganze Jahr über genutzt werden können.”
Aktuell ist das Augenmerk auf die Weltmeisterschaft 2018 gerichtet, die im nahen Amstetten ausgetragen wird. „Unsere Herrenmannschaft ist dort Titelverteidiger. Mit Martin Scharrer von der Union St. Willibald haben wir auch einen Oberösterreicher, der den Sprung in den 6-Mann-Kader schaffen kann.”

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