Thüringen: Busfahrer in Suhl krank wegen Angst vor „Flüchtlingen“

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Thüringen: Busfahrer in Suhl krank wegen Angst vor „Flüchtlingen“

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In Thüringen sollen Spätbusse, die zwischen Suhl und einer Erstaufnahmeeinrichtung verkehren, wegen Gefährdung der Fahrer gestrichen werden.

Eigentlich soll in Zeiten des Klimawandels ja der öffentliche Nahverkehr gefördert und der Individualverkehr zurückgedrängt werden. In thüringischen Suhl geht man nun jedoch einen anderen Weg und will bestimmte Busse streichen. Denn es dürften unhaltbare Zustände sein, die die Busfahrer der Städtischen Nahverkehrsgesellschaft Suhl/Zella-Mehlis (SNG) erleiden müssen, wenn sie spät Nachts die Linien von Suhl Richtung Friedberg bedienen müssen. Wie inSüdthüringen.de berichtet, wollen sie aus Angst vor Übergriffen und zum Schutz ihrer körperlichen Unversehrtheit nicht mehr auf den Abendlinien von und zum Friedberg Dienst tun. Dort befindet sich eine Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) des Landes Thüringen – und mit einem Teil der Bewohner dieser Einrichtung dürfte es schon länger gröbere Probleme geben.

Busfahrer melden sich krank

Diese seien den Fahrern nicht mehr zumutbar, berichten Mitglieder des Aufsichtsrates und Geschäftsführer der SNG Eberhard Smolka, die sich hinter ihre Fahrer stellen und die Linie in den Abendstunden zur Not auch einstellen wollen, bis Abhilfe geschaffen wurde. Denn, so wird berichtet, werden die Busfahrer durch Gruppen angetrunkener und bekiffter Flüchtlinge beleidigt und bedroht, wenn die aufgefordert würden, ihre Fahrscheine vorzuzeigen. „Das sind keine Einzelfälle mehr – das kommt jetzt fast jeden zweiten Abend vor“, so Smolka. Zudem sei es im August auch zu Vorfällen gekommen, in denen ein Fahrer angespuckt wurde oder wo das Fahrgeld in Cent-Stücken vor die Füße geworfen wurde. Auch handfeste Streits um das Aufsetzen der Maske habe es bereits gegeben. Dies alles sei allerdings nur „die Spitze des Eisberges, weil vieles nicht mehr angezeigt werde“. Einige Fahrer würden sich inzwischen krank melden, da sie diesen ständigen Druck nicht mehr aushalten.

Sicherheitspersonal für die Busfahrer

Die SNG machte zudem deutlich, dass dies nichts mit der Herkunft der Fahrgäste oder gar mit Rassismus zu tun habe, vielmehr gehe es um die Sicherheit im Bus und um die Sicherheit des Personals. Auf die Bitte um Hilfe habe das Land bisher jedoch nicht reagiert. Auch die Forderungen einen Streitpunkt auszuschalten und den Migranten pauschal Fahrscheine zur Verfügung zu stellen, folgte keine Antwort. Da aber auch die Polizei nicht ständig bei den Bussen präsent sein kann, hat die SNG inzwischen eigenes Security-Personal eingestellt. Die Buslinien wird man spät Nachts wohl dennoch erst einmal streichen.

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