Wie groß ist die Gefahr einer Finanzblase?

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Wie groß ist die Gefahr einer Finanzblase?

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Blasen oder genauer Spekulationsblasen kamen historisch und auch in der jüngeren Vergangenheit immer wieder vor. Prominente Beispiele waren die Dot-Com-Blase im Bereich Technologieunternehmen zur Jahrtausendwende oder die Sub-Prime-Krise deren Wurzeln in einer Blase am US-Immobilienmarkt lagen.

Ein Kommentar von Dr. Herbert Samhaber

Aktuell gibt es weltweit mehrere Blasen, die eine Gefahr für die Stabilität der Weltwirtschaft darstellen.

Die Schuldenblase wird größer

Dabei sehe ich die Staatsverschuldung als einen der Gefahrenherde. Im Beitrag letzte Woche habe ich das Thema Staatsschuldenkrise mit Fokus auf Österreich und die EU behandelt. Je höher ein Schuldner verschuldet ist, desto mehr wächst der Zinssatz, der bezahlt werden muss, da sich seine Gläubiger das höhere Risiko durch einen sogenannten Risikoaufschlag abgelten lassen.

Dieser banale und logische Grundsatz ist durch die extreme Niedrigzinspolitik der EZB außer Kraft gesetzt. Trotz teils sehr hoher Staatsverschuldung müssen die europäischen Staaten kaum Zinsen an ihre Gläubiger zahlen. Die Schuldenblase wird größer und mit ihr die Gefahr einer Blase auf den Anleihenmärkten. Im Moment sehe ich eine wachsende Gefahr des Platzens, der Druck in der Blase ist hoch und sollte endlich durch vorsichtige Maßnahmen reduziert werden. Zumindest gibt es erste Andeutungen seitens der EZB in diese Richtung.

Die USA ist ein Sonderthema bei Staatsschulden

Die USA sehe ich als Sonderthema bei Staatsschulden: Öl und Gold notieren in US-Dollar, die USA sind ein sehr finanzkräftiger Binnenmarkt – zur Not kann man die Druckerpresse anwerfen. Die EU ist abhängiger von außen und ein Konglomerat von Staaten mit unterschiedlichen Interessen.

Ich sehe da in diesem Fall die USA im Vorteil gegenüber Dritten. Eine mögliche Blase, die mir Sorgen bereitet, ist China. Die Verlässlichkeit der Wirtschaftsdaten aus dem Reich der Mitte darf bezweifelt werden. Das Ausmaß an ausständigen faulen Krediten von Unternehmern und Privaten ist schwer abschätzbar – Anteil Chinas am weltweiten Schuldenberg derzeit 25 Prozent.

China ist ein potentielles Pulverfass

Der Immobilienbereich beginnt bereits zu bröckeln – nach rasanten Wachstumsraten scheint dem Sektor die Luft auszugehen. Man fürchtet, dass bereits zu viel Spekulationskapital in den Markt geflossen ist. Durch die Einkind-Politik der Vergangenheit ist die Bevölkerungspyramide mit einem Wasserkopf versehen, der sich dem Pensionsalter nähert.

Das Einkommensgefälle zwischen Stadt und Land ist in China besonders groß. China ist schwer einzuschätzen und ein potentielles Pulverfass.
Ein Thema, das mir ebenfalls Anlass zur Sorge gibt ist das scheinbare Ausblenden politischer Risiken von Investoren an den Aktienmärkten.

„Einpreisen“

Waren in der Vergangenheit politische Umwälzungen und Unsicherheit häufig mit höheren Schwankungen auf den Börsenparketts verbunden, ließen die letzten Monate dies vermissen. Reagieren Marktteilnehmer auf die Änderung von Rahmenbedingungen, spricht man auch vom „Einpreisen“.

Für mich sind einige politische Risiken und Umwälzungen aktuell noch nicht eingepreist und die Kurse an den Börsen daher mit Vorsicht zu genießen. Ein schlagartiges Ansteigen der Schwankungen mit kräftigen Korrekturen könnte die Konsequenz sein. Hier kann es von Vorteil sein, wenn man eine verwaltete Investitionslösung hat, die rasch angepasst werden kann.

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