Afrikakenner Roland Pentz im "Wochenblick"-Gespräch

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Afrikakenner Roland Pentz im "Wochenblick"-Gespräch

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In den letzten Wochen wurden die Grenzzäune der spanischen Exklaven in Afrika, Ceuta und Melilla, mehrmals mit brachialer Gewalt von Afrikanern überrannt. Dies wirft einmal mehr die Frage auf: Was wird da vom schwarzen Kontinent noch alles auf Europa zukommen? Für die heute erscheinende, aktuelle „Wochenblick“-Ausgabe (08/17, 2.3.2017), haben wir uns mit Roland Pentz, der einige Jahre in Afrika gelebt hat, darüber unterhalten.

Gesamtbevölkerung verdoppelt sich alle 30 Jahre

Wochenblick: Stichwort Überbevölkerung: In welchem Maß wächst die Bevölkerung Afrikas und welche Auswirkung hat das auf den Kontinent?
Roland Pentz: Die afrikanischen Staaten haben mit Abstand die höchsten Geburtenraten weltweit. Alle 30 Jahre verdoppelt sich die gesamtafrikanische Bevölkerung.  Die meisten Staaten Afrikas waren nach der Entkolonialisierung nicht in der Lage, sich selbst mit Lebensmitteln zu versorgen. Die Bevölkerungszunahme wird zunehmend Hungersnöte und daraus folgend Kriege um Ressourcen hervorrufen.

Welche innerafrikanischen Konflikte gibt es derzeit und welche Auswirkung könnten sie auf Europa haben?
Brennpunkte sind der Sudan, Zentralafrika, Kongo und Nigeria. („Boko Haram“) Alle afrikanischen Staaten sind autoritäre Stammesdiktaturen die sich nur mit Brutalität an der Macht halten. Kein Staat ist deswegen von plötzlich aufflammendem Aufruhr gefeit. Die Konflikte Afrikas mit ihren menschlichen Tragödien bewirken in Europa zusätzliche Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen.

Zu unterschiedlich und nicht kompatibel

Sind Afrikaner in Europa integrierbar?
Menschen aus Afrika zeigen nur eine ganz geringe Bereitschaft zur Integration und bleiben lieber unter sich. Die Ursprungs-Systeme der Afrikaner und Europäer sind zu unterschiedlich und nicht kompatibel.

Ist der Kolonialismus schuld an der derzeitigen wirtschaftlichen und sozialen Situation Afrikas?
Die Kolonialzeit wird ständig als Grund für die wirtschaftlichen und sozialen Probleme Afrikas orchestriert. In Afrika pflegt man diese historische Missinterpretation mit Hingabe um sich selbst aus der Verantwortung zu nehmen. Das Gegenteil ist der Fall. Der Großteil der Infrastruktur, Verkehrswege, Bildung, Recht, Wirtschaft und Technik beruhen zumeist auf den Aufbaumaßnahmen der ehemaligen Kolonialherren. Die afrikanischen Nachfolgestaaten haben diese Errungenschaften lediglich übernommen und nur minimal erweitert.

Welche Rolle spielen einerseits das Christentum und andererseits die Naturreligionen?
Aberglaube, Polygamie und archaische Denkmuster sind weiter verbreitet denn je. Der Afrikaner ist ein sehr spiritistischer Mensch. Er lebt und denkt in der Geisterwelt seiner Ahnen. In seinem Wesen wird er immer Animist bleiben. Das Christentum konnte seine Mission nicht erfüllen.

Von Kairo bis Kapstadt: archaische Sozialsysteme

Kann man das starke Bevölkerungswachstum irgendwie eingrenzen oder kontrollieren?
Das ist mit humanitären Mitteln aussichtslos. Alle Versuche in der Vergangenheit scheiterten. Der Afrikaner unterhält archaische Sozialsysteme, die auf großen Familienverbänden beruhen. Das „Lobola“-Prinzip wird von Kairo bis Kapstadt praktiziert. Das heißt, der angehende Ehemann muss der Familie der Braut eine Entschädigung erstatten. Je mehr Töchter eine Familie „an den Mann“ bringt, umso wohlhabender soll sie werden. Das Prinzip wirkt aufgrund der verbesserten medizinischen Situation und der daraus resultierenden niedrigen Kindersterblichkeit wie eine Schlange, die sich selber auffrisst.

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Immer mehr „Fake News“ sind in den Medien im Umlauf. Doch wie soll man mit diesem Phänomen umgehen? Zu dieser Frage hat der „Wochenblick“ am 9. März in Linz eine Veranstaltung organisiert.

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