Sebastian ist der Feinschmecker der Nation. Ob im Hinterzimmer seines in Drogen-Gerüchte verstrickten Gastro-Kumpels Martin Ho oder bei der Auswahl seiner Vertrauten: Sein feines Näschen weist ihm den Weg.

Ein Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Kaum dem Geilomobil entstiegen, schart er im Dunstkreis seines Außenminister-Vorgängers Spindelegger eine Buberlpartie um sich, die ihm stets die Stange hält. Gemeinsam ersinnt man, sich den Staat zur Beute zu machen: Medien, Partei, Kanzleramt.

Gefräßiges Monster will den Staats-Umbau

Gar gefräßig schielt das türkise Monster darauf, sich breit zu machen. Ideologie ist egal: Hauptsache man kann sich an der Republik bedienen, als wäre sie ein Buffet. Sie fahren ihre Fühler aus, streuen den duftenden Köder: „Django“ soll ihnen in die Falle gehen, nur wenn sie ihn als Totengräber der Partei darstellen, werden sie sich am Kadaver laben. Und sobald er erlegt ist, können sie völlern und völlern und völlern: Überall, wo sich ein Missgünstling findet, wird aussortiert, folgt ein Günstling.

Den Hals nicht vollgekriegt

Kurz soll der schillernde Ritter sein, mit dem das Land in die Sonne reitet. Die Gier nach Macht wird man schon verzeihen. Doch wie seit letzter Woche jedes Kind weiß: Es kam der Punkt, an dem er den Mund zu voll nahm. Er zeigte mit dem Finger auf die „besoffene Geschichte“ des Nächsten. Erst deshalb fiel aber auf, dass er die anderen Finger immer tiefer in den Kuchen steckte. Man wühlte in den türkisen Hinterlassenschaften und fand eine saftige Latrine. Wer zu viel frisst, dem bleibt eben irgendwann ein Kloß im Hals stecken – oder er plumpst aus Versehen ins Schwert seiner „Prätorianer“.

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