Schweden hat eine neue Partei: Die „Alternative für Schweden“ (AfS). Sie tritt bei der kommenden Wahl im Herbst an, will die Interessen Schwedens und der Schweden vertreten, die Zuwanderung reduzieren und illegale und kriminell gewordene Migranten in ihre Heimatländer zurückschicken.

Ein Bericht von Kornelia Kirchweger

Klare Kritik an Zuwanderung

Die AfS rechnet sich gute Chancen bei der Wahl aus und ist überzeugt: ihr gehört die Zukunft!

Einer Umfrage vom Februar zufolge, wollen immerhin 33,5 Prozent der Schweden eher eine Partei wählen, die stärker gegen Zuwanderung ist, als es die Regierungsparteien sind, 28 Prozent ziehen das in Erwägung. Ein ähnliches Ergebnis ergab die Frage zur Ausweisung von illegalen Migranten.

Abspaltung von Schwedendemokraten

Die AfS spaltete sich von den patriotischen Schwedendemokraten (SD) ab und wurde vom langjährigen SD-Mitglied Gustav Kasselstrands gegründet. Ihm und weiteren langgedienten SD-Mitgliedern passte sich die Partei zu sehr dem Establishment an, es gehe ihr nur mehr um Geld und Macht, kritisierte Kasselstrands.

SD-Chef Jimmie Akesson, der um einen Teil seiner Wähler fürchten muss, bezeichnete die AfS umgehend als „Extremisten“. Auch für die rot-grüne Minderheitsregierung ist die neue AfS eine rechtsextreme Partei.

Mainstream schwingt Nazi-Keule

In seiner Antrittsrede sagte AfS-Parteigründer Kasselstrands: Die Einwanderung, die ihren Gipfel 2015 erreichte, sei zur größten sozialen Herausforderung Schwedens geworden. Schweden zählte einmal zu den besten Ländern der Welt und wurde bewundert und beneidet.

Wie konnte ein Land ohne interne Konflikte derart an den Rand des Zerfalls kommen? Jetzt sei das Land für andere ein abschreckendes Beispiel. Die einzigen, die noch glauben, Schweden sei ein Vorbild, sind Journalisten und Professoren.

Schweden heute abschreckendes Beispiel

Eine ungesunde Allianz von Politikern und Journalisten habe ein totalitäres, soziales Klima geschaffen, wo die Wahrheit zum ersten Opfer wurde. Die schwedischen Bürger seien im eigenen Land als Zweite-Klasse-Bürger behandelt worden. Die Alt-Parteien haben Probleme geschaffen, die vor 30 Jahren undenkbar waren – und behaupten jetzt, sie seien die Einzigen, die sie lösen können.

Dabei sind sie doch das Problem Schwedens. „Wir lehnen das naive Wunschdenken, die politische Korrektheit und die Tagträumereien dieser Etablierten ab. Ihre Zeit ist abgelaufen und wird nicht wiederkommen. Die Zukunft gehört uns“, sagte Kasselstrands.

Integration oder Abschiebung

Zunehmende Islamisierung, Vergewaltigungen, Morde, Raubüberfälle, Messerstechereien, Granatenanschläge etc. sind heute in vielen Vororten großer schwedischer Städte an der Tagesordnung. In den muslimischen Brennpunktvierteln und No-Go-Zonen gilt das schwedische Gesetz nicht mehr. Die Polizei ist dort nicht mehr Herr der Lage, der schwedische Premier überlegte sogar, das Militär auf die Straßen zu schicken („Wochenblick“ berichtete).

Die AfS hat dazu eine klare Position: Jene Migranten, die illegal nach Schweden kamen, die hier Verbrechen verübten, die ihre Aufenthaltsgenehmigung betrügerisch erwarben, die hier Jahr für Jahr lebten, ohne einen Beitrag für die schwedische Gesellschaft zu leisten – haben in Schweden keinen Platz. Wer sich hier nicht integriere, müsse zurück in sein Heimatland.