Seit 2006 vertritt Dr. Dagmar Belakowitsch die FPÖ als Abgeordnete im Parlament. Seitdem die Corona-Krise Österreichs Politik und Gesellschaft auf den Kopf stellt, wurde die Expertise der ausgebildeten Ärztin zum wichtigen Faktor in der freiheitlichen Opposition zu den Corona-Maßnahmen der Regierung.

Im exklusiven „Wochenblick“-Gespräch schilderte sie die Versäumnisse der Regierung und die Auswirkungen der aus ihrer Sicht fehlgeleiteten Corona-Maßnahmen. In Österreichs Zukunft blickt sie mit Sorge.

„Gleich nach Beginn des Lockdowns hat sich abgezeichnet, dass die Maßnahmen nicht ineinandergeifen, dass da wenig zielführend war, dass das im Endeffekt eine reine Augenauswischerei war.“, schildert Belakowitsch. Während Kanzler und Gesundheitsminister vor der Sprengung der Intensiv-Betten-Kapazitäten sprachen und vor 100.000 Toten warnten, beobachtete sie täglich die Zahlen der AGES.

Diese hätten derartige Befürchtungen nicht gerechtfertigt: „Die Auslastung stand zu diesem Zeitpunkt stets bei 10–15%. Es war bald ersichtlich, dass es dem Kanzler in erster Linie um das Spiel mit der Angst der Österreicher ging.“

Endlich die Risikogruppen schützen

Belakowitsch forderte immer den Schutz der Risikogruppen unter Beibehaltung der „normalen Normalität“. Doch die Regierung sei dem nie nachgekommen und deswegen seien es in erster Linie die Alten, die an Corona versterben, prangert sie an.

Anstatt endlich eine Strategie zu präsentieren, würde die Regierung versuchen, den Österreichern „alles, das irgendwie nett ist, das Spaß macht“ zu zerstören. Dass viele Österreicher ihre Familie dieses Jahr nicht zu Weihnachten besuchen können und auch Skiurlaube weitgehend verunmöglicht wurden, findet Belakowitsch „einfach nur bösartig“.

Die Wirtschaft an die Wand gefahren

Die Regierung habe den Kindern ein Jahr ihrer Bildung gestohlen, doch auch die Maskenpflicht in den Schulen und die Kontaktverbote hält die zweifache Mutter für schädlich. Und Österreichs Wirtschaft? – „Die hat man an die Wand gefahren.“

Belakowitsch ist davon überzeugt, dass die resultierende, soziale Ungleichheit drastische Folgen nach sich ziehen wird: „Am Ende werden wir in einer Konzern-Diktatur aufwachen. Dieses globale Virus wird in der Folge zum Treiber der Globalisierung. Und das ist es, das ich dieser Regierung vorwerfe. Und da muss man fragen: Ist das so geplant?“