Wenn ich an diesem nebligen 1. Novembertag auf die Friedhöfe gehe und die alten Gräber sehe, werde ich nachdenklich, was diese Früheren erlebt haben mögen. Sie mussten Generation für Generation das Leben erkämpfen, es erstreiten, sich durchringen. Vertreibung, Flucht, Schicksalsschläge. Krankheiten, die wir heute mit dem Stand der Medizin leicht überwinden.

Ein Gastbeitrag von Stefan Magnet

Heute wäre der einfachste Freiheitskampf

Ein Gedenkstein an die Bauernkriege 1626. Wie viele Opfer kostete es, die Fremdherrschaft abzuschütteln und es gelang doch nicht gänzlich. Was ist dagegen unsere heutige Zeit? Heute kämpfen wir mit der Borniertheit, der Ablenkung, dem Unverständnis und der Kurzsichtigkeit unserer Landsleute und nicht mit fremden Heeren. Heute hätten wir den einfachsten Befreiungskampf zu führen. Wir müssten nur aufstehen und Schluss sagen. Wir müssten aufhören, uns sinnbefreite Befehle geben zu lassen. Friedlich, aber bestimmt. Doch das wird dieses Jahr nicht mehr geschehen. Jetzt müssen wir durch und das macht traurig, dass wir nicht stark genug sind, die Ketten zu sprengen. Noch nicht.

Es wird jeden persönlich treffen

Was wäre gewesen, wenn etwa im Jahr 1999 jemand gesagt hätte, dass 21 Jahre später die Menschen per Gesetz gezwungen werden Masken zu tragen, Zwangsimpfungen diskutiert werden, es Ausgangssperren gibt, die Abschaffung des Bargelds vorbereitet wird und die Bewegungsdaten der Mobiltelefone an die Regierungen gemeldet werden, um Bewegungsmuster von Abtrünnigen festzustellen. Es gab diese Menschen. Es gab Leute, die davor gewarnt haben, dass exakt das herauskommt, wenn man einen Menschenschlag wie etwa die Schäubles oder von der Leyens oder Merkels oder Sobotkas schalten und walten lässt. Doch diese Rufer in der Wüste wurden verlacht und verspottet und im schlimmsten Fall brutal verfolgt. Und heute hat die reale Lage schon Millionen wachgerüttelt. Weil die Einschläge eben näher kommen, weil die Einschnitte immer mehr in den persönlichen Bereich vordringen, weil immer mehr Menschen in ihrer intimsten Wohlfühlzone gestört werden und sagen: So kann und will ich nicht weitermachen. Und weil sie erkennen: Ich kann mich dieser miesen Lage nicht entziehen, indem ich fliehe und indem ich mich abwende. Der Horror wird mich einholen. Also muss ich die Lage an sich verändern. Und so begeben sich diese durch äußeren Druck zum Nachdenken Gezwungenen auf den Weg, hören auf Teil der trägen Masse zu sein, werden zum Widerstand.