Am Montag lud FPÖ-Chef Herbert Kickl zu einer mittlerweile legendären Pressekonferenz. Anlass dafür war der neuerliche Verschärfungs-Irrsinn der türkis-grünen Regierung. Diese legte nämlich am Wochenende den Grundstein für den „Lockdown für Ungeimpfte“. In einer fast einstündigen Brandrede fuhr Kickl dann Schlitten mit den Corona-Märchen, Zahlenspielen und evidenzbefreiten Maßnahmen der Mächtigen. Zudem rief er alle von dieser Corona-Politik Betrogenen zum Schulterschluss auf. Dabei will er bewusst auch die Geimpften ins Boot holen: Denn diese wurden seiner Ansicht nach ebenfalls getäuscht. 

  • Neue Maßnahmen sollen Menschen gegen ihren Willen in die Nadel treiben
  • Völlig widersprüchliche Ansagen der Mächtigen zu Impf-Wirksamkeit
  • Tatsächlich ist Wirksamkeit überschätzt, gibt keine „Pandemie der Ungeimpften“
  • Schlechtere Spitalszahlen als im Vorjahr – damals ohne Impfung
  • Anstatt zu reflektieren, installiert Türkis-Grün ein brutales „Kastenwesen“
  • Schweden setzt auf Empfehlungen und hat bessere Zahlen
  • Kickl glaubt, Regierung wusste bereits bei Bestellung vom Impf-Abo
  • Menschen bezahlen Propaganda gegen eigene Gesundheit
  • Ruft zum Schulterschluss „aller von der Regierung Betrogenen“ auf

„Amoklauf gegen Freiheit und Menschenwürde“

„Ein Amoklauf gegen die Freiheit und gegen die Menschenwürde in diesem Land unter dem Deckmantel der Gesundheitspolitik“: Nichts weniger als das seien die neuen totalitären Regeln des Schallenberg-Mückstein-Regimes. Dessen einziges Ziel sei es längst, „freie Menschen, die sich dafür entschieden haben, sich nicht einen experimentellen Impfstoff verabreichen zu lassen, in die Nadel zu zwingen.“

Für Kickl ist der Druck und die soziale Kälte der Regierung unfassbar: „Was für ein sadistischer Mensch muss man eigentlich sein, wenn man ungeimpfte, gesunde symptomlose Menschen tagtäglich unter einen Testzwang stellt, damit sie ihrer Arbeit nachgehen dürfen, damit sie sich selbst und ihre Familien ernähren dürfen?“ Dieses dritte G sei zudem für viele Bürger faktisch unerfüllbar – und das sei von der Regierung gewollt.

Brutales „Eskalations-Szenario“ der Regierung

Dieses „ganz üble Spiel auf dem Rücken der Bevölkerung“ sei ein schierer „Akt des Zynismus“ und ein „Akt der Erpressung“. Oder das Verbot für Ungeimpfte, ihre Liebsten im Krankenhaus oder im Pflegeheim zu besuchen. Besonders übel sei die neue Stufe 5 im „Eskalations-Szenario“ der Regierung. Für Kickl ist es unbegreiflich, wie man überhaupt auf eine solche Idee kommt. Denn: „Was muss man für ein Mensch sein, wenn man ungeimpfte, gesunde und symptomlose Menschen in gewisser Weise schon fast wie Arbeitssklaven hält?“

Die Erklärung so manches Landeskaisers sei „wirklich grotesk“. Laut dem steirischen Landeshauptmann Schützenhöfer wolle man einerseits die Geimpften vor den Ungeimpften schützen, andererseits würde aber nur die Impfung schützen. „Also was jetzt? Schützt die Impfung oder schützt sie nicht?“

Kein Game-Changer, keine Pandemie der Ungeimpften

Für den freiheitlichen Parteichef ein Grund, der Faktenlage auf den Zahn zu fühlen. Denn: „Die Wirklichkeit hält sich nicht an dieses Erlösungs-Drehbuch, das sich da einige geschrieben haben. Weil der tatsächliche Befund lautet ganz anders. Der lautet so, dass diese Impf-Therapie […] kein Game-Changer ist.“ Dass die Impfung nicht gut genug wirke, ließe sich längst in wissenschaftlichen Publikationen nachlesen.

Die Situation sei offenkundig: „Wir haben keine Pandemie der Ungeimpften. Sondern was wir haben, ist ein großes Wirkungsdefizit der Impfung.“ Und: „Wer weiter voll auf diese Impfung setzt, so wie es diese Bundesregierung tut, wer die Impfung als Allheilmittel in der Pandemie weiter propagiert, der begeht einen Betrug an der eigenen Bevölkerung.“ Deshalb zähle er auch die Geimpften zur Gruppe der von der Regierung Betrogenen dazu.

Trotz Impfung schlechtere Zahlen als im Vorjahr

Dies illustrierte Kickl mit Zahlen: Am 22. Oktober des Vorjahres gab es 21.835 aktive Fälle, 841 normale Hospitalisierungen und 161 Personen in Intensivbehandlung wegen oder mit Corona. Ein Jahr später zähle man 36.298 Fälle, 795 in gewöhnlicher Spitalsbehandlung und 220 Personen auf der Intensivstation. Für Kickl ist dieser Befund deutlich: „Das heißt, dass die gesamte Spitalszahl an Covid-Patienten ganz leicht gestiegen ist – und dass wir in diesem Jahresverlauf jetzt im Vergleich eine deutliche Steigerung bei den Intensivpatienten haben.“ 

Der Unterscheid sei allerdings: Im Oktober 2020 war kein einziger Mensch in Österreich geimpft. Nun seien es zwischen 62 und 65 Prozent der Bevölkerung. Dabei wäre doch bei wachsender „Vollimmunisierungs“-Rate davon auszugehen, dass diese Zahlen rückläufig sein müssten. Und auch das Narrativ der „Pandemie der Ungeimpften“ halte nicht. Denn in den letzten vier Kalenderwochen gab es 10.189 Impfdurchbrüche bei Doppelt-Geimpften. Das seien 33,66 Prozent – über alle Altersgruppen verteilt. Bei der zu 80 Prozent geimpften Altersgruppe über 60 Jahren betragen die „Durchbrüche“ aber sogar 65 Prozent der Fälle!

Statt Reflektion kommt knallhartes „Kastenwesen“

Das seien nicht die Zahlen seiner Partei, sondern die offiziellen Zahlen der AGES. Und sogar diese gebe an, dass es eine Dunkelziffer an ausbleibenden Meldungen gebe. „Das heißt, wir müssen davon ausgehen, dass die Zahl der tatsächlichen Impfdurchbrüche noch deutlich höher ist“, resümiert Kickl. Dies alles zeige, „wie ineffektiv diese Impfung ist“. Die wesentliche US-Gesundheitsbehörde CDC hätte unlängst festgestellt, dass „vollständig Geimpfte sich natürlich weiter infizieren können und diese Geimpften genauso ansteckend sind.“ Die heimische Bundesregierung ignoriere dies vollkommen.

„Anstatt auf diese Erkenntnisse zu reagieren, zieht man knallhart ein Apartheidsystem; ein Kastenwesen, möchte ich fast sagen, in der österreichischen Gesellschaft durch“, so Kickl. Die unterste und niedrigste Kaste seien darin die Ungeimpften, welche „ohne Evidenz erniedrigt und entrechtet“ würden. Tatsächlich würde der israelische Befund der zahlreichen Durchbrüche, vor dem er schon vor Monaten warnte, nun zeitverzögert auch in unserem Land spürbar. Auch in Singapur, Dänemark oder Deutschland zeige sich, dass eine hohe Impfquote nicht mit einem Rückgang der Zahlen einhergehe. 

Schweden besser dran – setzt auf Empfehlungen

Während also sogar das deutsche Robert-Koch-Institut von einer „Überschätzung der Impf-Effektivität“ spreche, halte Türkis-Grün weiter an der Behauptung der Milderung der Verläufe fest. Für diese Darstellung gebe es aber nicht einmal belastbare Studien. Dabei zeige einmal mehr das Beispiel Schweden, dass es anders geht. Das Land habe eine ähnliche Impfquote und Bevölkerungszahl wie Österreich. Den 480 Toten seit Juli in unserem Land stünden 332 in Schweden entgegen. 

Der Unterschied? Dort gelten einmal mehr seit Ende September nur mehr Empfehlungen an die Bevölkerung. „Und bei uns fährt die Bundesregierung ein Unrechtsregime, wo die Grund- und Freiheitsrechte mit Füßen getreten werden und stigmatisiert die Gruppe der Ungeimpften zu Sündenböcken“. Er stelle nicht in Abrede, dass die Impfung „zwar eine gewisse Wirkung hat“. Sie sei aber „auf keinen Fall der Gamechanger, der diese Pandemie beenden kann.“ Dafür wirke sie zu kurz und zu schwach. 

Ahnte Regierung bereits das Impf-Abo?

Dem nicht genug: Kickl hält es für möglich, dass die Regierung von Anfang an nicht ganz mit offenen Karten spielte. Dies lasse sich auch an den Zigmillionen Dosen ablesen, die man bereits für die Jahre 2022-23 vorbestellte. „Rechnen Sie das herunter. Dann kommen Sie drauf, dass Sie dann eigentlich sieben Millionen Österreicher dreimal pro Jahr impfen können. Die dürften das schon gewusst haben, dass die Wirksamkeit maximal ein paar Monate anhält.“ Die Problematik würde aber auch bei einem vierten, fünften oder sechsten Stich nicht weichen. Gleichzeitig würden, so Kickl, die Impf-Nebenwirkungen steigen.

Herzmuskel-Entzündungen fänden sich dabei besonders bei jüngeren Geimpften. Und das sei „eigentlich eine alarmierende Entwicklung, die ja sofort dazu führen müsste, mit dieser Impfkampagnen auch in diesem Bereich aufzuhören.“ Besonders verwerflich findet er die Impfkampagne für die Jugend: „Da versucht man sozusagen das Bedürfnis der jungen Menschen nach Unterhaltung auszunutzen, wenn es um Diskotheken und um Clubs geht.“ Dabei entspreche die Propaganda nicht einmal der geltenden Rechtslage. Auch dem Rest der Bevölkerung werde vom eigenen Steuergeld eingeredet, mit der Impfung gehe die Pandemie vorüber. In Wirklichkeit sei dies aber „erstunken und erlogen“.

„Evidenzfreie Manipulation der eigenen Bevölkerung“

Auch die Geimpften seien in Wahrheit Betrogene. Sie wiegen sich dank der Ansagen der Regierung in falscher Sicherheit. Man rede diesen sogar in „grauslichen Spots“ ein, dass sie damit nun ältere Menschen nicht mehr anstecken können. Die Regierung betreibe „evidenzfreie Manipulation der eigenen Bevölkerung, um die Menschen in diese Nadel hinein zu treiben,“ so Kickl. „Und ich finde, das ist ein schändliches Spiel. Es ist skrupellos und es ist kriminell.“ Die Strategie der Bundesregierung sei insgesamt „ein Desaster“, man werde „in eine vierte Welle hinein krachen“.

Das Gesundheitssystem würde vielleicht wirklich Probleme kriegen – weil es kaputtgespart wurde und die Kapazitäten nicht erhöht wurden. Konkret: „Kürzungen im Gesundheitsbudget und kein einziges Intensivbett mehr, trotz der angeblich größten Pandemie, die die Menschheitsgeschichte je gesehen hat. Nun komme man in eine Situation, in der „ein paar hundert Intensivpatienten eine moderne Gesellschaft ins Kippen bringen und dazu führen, dass die Grund- und Freiheitsrechte in einem Land ausgeschalten werden … Das ist doch ein Totalversagen! Und das Ganze nur deshalb, weil die Regierung weiter wie bisher auf die Impfung als Allheilmittel setzt.“

Schulterschluss aller von der Regierung Betrogenen

Die Freiheitlichen hingegen fordern einen „Plan B“. Dieser beinhalte einen „sofortigen Schluss mit jeder Art des Impfzwangs“. Aber es brauche auch einen Medikamenteneinsatz bei Infizierten. Viele seien auf dem Markt oder würden entwickelt. Dieser hätte auch den Vorteil, dass man nur Betroffene behandeln muss und nicht etwa die ganze Bevölkerung mittherapieren. Gerade der frühzeitige Einsatz von Medikamenten beuge schweren Verläufen vor – und Nebenwirkungen bei völlig Gesunden seien ebenso ausgeschlossen. Und weiters brauche es flächendeckende Antikörpertests – zumal der Infektionsschutz nach überstandener Erkrankung ohnehin stabiler sei als nach der Impfung.

Er appellierte abschließend an „einen Schulterschluss all derer, die im Zusammenhang mit der Corona-Politik von der Regierung betrogen worden sind.“ Dieser würde das genaue Gegenteil der Spaltung der Gesellschaft bewirken, die Schallenberg und Mückstein vorantreiben würden. Und zwar egal, ob sie als Ungeimpfte zu Sündenböcken gestempelt werden oder als Genesene nach einigen Monaten zur Impfung getrieben werden. Dies gelte natürlich auch für als symptomlos immunisiert Entrechtete oder für Geimpfte, denen vorgegaukelt wurde, sie seien nun in Sicherheit.

„Und diesen Schulterschluss, den wollen wir politisch zusammenbringen und um den kämpfen wir.“ Selbst will die FPÖ bei nächster Gelegenheit einen Misstrauensantrag gegen Mückstein einbringen. Dazu kommt eine Anzeige wegen irreführender Informationen. Und zuletzt käme sicherlich auch wieder die Zeit, in der die Freiheitlichen wieder Seite an Seite mit dem Volk auf der Straße protestieren.

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