Noch im Jänner 2016 hieß es nach einer Erhebung des AMS zum Bildungsstand der anerkannten Flüchtlinge, die Zuwanderer seien wesentlich besser ausgebildet als erwartet. Neue Daten zeigen jetzt aber ein völlig anderes Bild!

Während damals nur eine Stichprobe mit 898 Flüchtlingen gemacht wurde, wurden nun alle 32.348 Migranten befragt, die sich aktuell in der Betreuung des AMS befinden. Und die Ergebnisse sind ernüchternd…

Werbung

Die Mehrheit ist ungebildet

Das AMS betreute im Dezember 2018 32.348 anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzbedürftige, knapp 60 Prozent davon alleine in der Bundeshauptstadt Wien. Syrer bilden unter diesen Flüchtlingen die größte Gruppe, gefolgt von Migranten aus Afghanistan, Russland, dem Irak und dem Iran. Nicht einmal zehn Prozent dieser Migranten haben laut den aktuellen Daten eine akademische Ausbildung, die Mehrheit gilt als „schlecht ausgebildet“.

Migranten sind laut einem internen Dossier des AMS für viele Berufe nicht vermittelbar.

Insider spricht von „fehlender Alphabetisierung“

Ein AMS-Insider zeigt sich in einem exklusiven Statement gegenüber dem „Wochenblick“ von diesen Erkenntnissen überhaupt nicht überrascht. „Auffallend war, dass vor allem viele Iraker und Angehörige anderer Drittstaaten plötzlich mit akademischen Titeln bei uns am Schalter standen. Dabei war es oftmals sehr schwierig, sich wenigstens in englischer Sprache mit ihnen zu unterhalten“, so der Experte.

Weiters seien die Migranten in vielen Fällen von NGO-Mitarbeitern begleitet gewesen. „Die meisten von denen waren sogar von einer Alphabetisierung noch weit entfernt. Und weil Studienabschlüsse aus ihrer eigentlichen Heimat in Österreich erst nostrifiziert (volle Anerkennung eines ausländischen Studienabschlusses durch eine österreichische Universität oder Fachhochschule, bei Bedarf nach Ergänzungsprüfungen, Anmerkung d. Redaktion) werden müssen, fiel mir auf, dass viele von ihnen einfach angaben, in Osteuropa studiert zu haben.“

Afghanen auf besonders niedrigem Niveau

Besonders auffällig ist das niedrige Bildungsniveau der Afghanen. 87,2 Prozent verfügen hier höchstens über einen Pflichtschulabschluss. Doch auch viele Syrer seien bei weitem nicht so gut ausgebildet, wie Medien und Politik noch im Jahr 2016 vorgegeben hatten, betonen Experten.

Insider sind skeptisch: AMS-Boss Johannes Kopf würde die Probleme, die durch ungebildete Flüchtlingen entstehen, kleinreden.

Religion und Kultur als Integrationshindernis

Dazu kommt noch ein weiterer Punkt, den AMS-Mitarbeiter in einem internen Bericht im März 2018 beklagten. So gebe es gravierende Probleme bei der Betreuung von Arbeitslosen mit nicht deutscher Muttersprache – insbesondere die Zusammenarbeit mit Tschetschenen und Afghanen gestalte sich schwierig.

Laut einem internen Revisionsbericht würden mangelnde Deutschkenntnisse und religiöse sowie kulturelle Gründe ein Integrationshindernis darstellen. AMS-Chef Johannes Kopf wollte davon laut „Krone“ aber nichts wissen – er spreche von „Einzelbeobachtungen“ seiner Angestellten.