An einer Volksschule! TBC-Alarm im Innviertel
Symbolfoto Tuberkulin-Test: Pixabay

Ein Mitarbeiter der Neuen Mittelschule (NMS) sowie der Volksschule in Friedburg (Gemeinde Lengau im Bezirk Braunau am Inn) ist an Tuberkulose (TBC) erkrankt. In der Friedburger Schule herrscht jetzt akute Alarmbereitschaft!

Nach Bekanntwerden des Falls wurde umgehend die Bezirkshauptmannschaft informiert.

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Untersuchungen nach Ostern

Der Direktor der Neuen Mittelschule in Friedburg, Wolfgang Schwaiger, beruhigt: „Die Behörde hat alle nötigen Schritte eingeleitet, die Eltern sind informiert.“

Sowohl Schüler, Lehrer als auch Mitarbeiter der Schulen müssen sich jetzt nach Ostern einem Tuberkulose-Test unterziehen. Behörden-Mitarbeiter Hans Gruber stellt klar: „Wir machen Tuberkulin-Hauttests, bei denen den Personen eine kleine Menge an Flüssigkeit in die Haut initiiert wird. Nach 72 Stunden kann das Ergebnis von Fachpersonal abgelesen werden.“

Besonders Verwandte und Freunde gefährdet

Da es in den Osterferien schwer werde, alle Schüler den Tests zu unterziehen, sollen diese erst nach den Ferien untersucht werden. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Lungenseuche umfasst circa neun Wochen. Dabei sollen auch Verwandte und Freunde der Schüler – durch Lungenröntgen – untersucht werden. Da sie viel Zeit mit den unter Umständen Infizierten verbringen, kann eine Ansteckung insbesondere bei ihnen nicht ausgeschlossen werden.

„Die Faustregel (für die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Infektion, Anm. Redaktion) ist, mehr als acht Stunden mit der Person in einem Raum verbracht zu haben“, informiert Gruber.

Nicht der erste Fall in OÖ

Bereits im vergangenen Jahr war es u.a. in Wels und Linz zu Tuberkulose-Infektionen gekommen.

Die klassischen Symptome seien  „Müdigkeit, leichter Husten, allgemeines Krankheitsgefühl“, warnte Dr. Gabriele Kainz-Arnfelser, Leiterin des Gesundheitsservice des Magistrats Linz, im „Wochenblick“-Interview. Betroffene sollten sich umgehend an einen Arzt wenden. „Tuberkulose ist bei korrekter Einnahme der Therapie allermeist heilbar. Resistente Keime können die Behandlung fallweise komplizieren“, beruhigt sie zugleich.

TBC gilt in Mitteleuropa als selten auftretende Krankheit. In Österreich wurden 2014 582 Erkrankungen erfasst.

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