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Der Wiener Kid Pex, in der Szene laut Insidern eher als wenig talentierter Rapper bekannt, beteiligte sich ebenfalls an dem Hass-Video gegen Gabalier.

Es scheint derzeit fast kein Tag zu vergehen, an dem „Volks Rock´N´Roller“ Andreas Gabalier nicht in den Schlagzeilen ist. Nun berichten mehrere Medien, dass der „Alpen-Elvis“ Anzeige gegen das Rap-Duo aus dem Linzer Rapper Kroko Jack und seinem Partner Kid Pex erstatte haben soll.

Anlass ist der bereits im Herbst des Vorjahres erschienene Song „So viel Polizei“ samt Video, in dem es über Gabalier heißt „eigentlich gehört er dasch…“ („Wochenblick“ berichtete als erstes Medium darüber)…

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Auch Strache wird im Video attackiert

Im Video ist der Linzer Rapper Kroko Jack zu sehen, wie er mit den Fingern eine Pistole formt und diese gegen eine Pappmaske von Gabalier hält. Dies sei eine „Aufforderung zu mit Strafe bedrohten Handlungen und die Gutheißung mit Strafe bedrohter Handlungen“, wird laut Berichten aus dem Lager Gabaliers argumentiert.

Die Rapper, die in dem Video in der Kleidung von 13-Jährigen herumhüpfen und mitunter Masken von Mitgliedern der Bundesregierung tragen, Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) verächtlich als Hund darstellen, wurden vergangene Woche in Linz einvernommen.

Strafrechtliche Relevanz angezweifelt

Der Anwalt der Musiker, Arthur Machac, bestätigte die Anzeige, sieht aber keinen der erwähnten Punkte erfüllt. „Das kann ich ausschließen. Dass Andreas Gabalier sich durch das Video in Furcht und Unruhe versetzt fühlt, kann ich mir nicht vorstellen“, wird er zitiert. „Strafrechtlich ist da sicher nichts relevant.“

Viel Lärm um den erfolgreichen Musiker

Zuletzt hatten zwei Auszeichnungen für Gabalier für Kritik gesorgt. Neben dem Valentin-Orden der Münchener Faschingsgesellschaft Narrhalla, soll er auch das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Graz erhalten.

Auf die Welle der Empörung, die Gabalier zuletzt entgegenschlug, reagierte der Steirer Musiker mit sehr viel Humor.

Rapper äußert sich im Netz zu Vorwürfen

Einer der beiden Rapper, Kid Pex, fühlt sich und seine Kunst in den Medien und der öffentlichen Wahrnehmung falsch verstanden und nahm auf seinem Facebook-Profil zu den Vorwürfen Stellung: „Nicht der Herr Gabalier gehört erschossen, wie oft schon betont in Interviews. Sondern das Weltbild, welches er vertritt und propagiert: das Weltbild, welches Hass und Hetze legitimiert und in welchem weder Platz für Töchter noch für Ausländer und Andersdenkende ist…“