Anerkannte Flüchtlinge: Nur 2,7% bekommen einen Job
Bilder: Pixabay, Bildkomposition "Wochenblick"

Die Mindestsicherung, so wird die Regierung nicht müde zu betonen, sei ein „Sprungbrett für den Arbeitsmarkt“. Eine bundesweite Lösung hat die SPÖ-ÖVP-Regierung nicht fertig gebracht.

Grundsätzlich aber gelte: Wer keine Arbeit hat, müsse von der Mindestsicherung vor dem Abgleiten in die Armut geschützt werden, werde dort optimal auf den Arbeitsmarkt vorbereitet und sei innerhalb weniger Wochen wieder in den Arbeitsmarkt integriert. Gerade für anerkannte Flüchtlinge sei diese Absicherung wichtig. Doch die Realität sieht leider anders aus, wie eine neue Studie des Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) für Wien zeigt.

Besorgniserregende Wifo-Statistik zu Wien

Das Wifo rechnet vor, dass 765 Millionen Euro in die Mindestsicherung fließen, Tendenz steigend. Die Zahl der Mindestsicherungs-Empfänger stieg im Vorjahr um 10,9 Prozent, die Ausgaben gar um 13,7 Prozent. Eine Gruppe wächst dynamisch: 2011 waren in Wien rund 10.000 anerkannte Asylanten in der Mindestsicherung. 2015 waren es mehr als doppelt so viele. Und im kommenden Jahr sagt das Wifo 41.000 anspruchsberechtigte Asylanten voraus.

Besonders dramatisch: Gerade einmal 2,7 Prozent der anerkannten Flüchtlinge in Wien kommen in stabile Beschäftigungen. Der Rest bleibt in der Mindestsicherung und lebt vom Steuerzahler.

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