In einer bemerkenswerten Rede am 22. Juni behauptet die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, „wir“ hätten die Kraft, die Erderwärmung zu stoppen, den Hunger zu besiegen, und Krankheiten auszurotten. Im selben Satz relativiert sie zumindest, die Ursachen von Flucht und Vertreibung könnten „wir“ nur bekämpfen. Die Rede wurde am Evangelischen Kirchentag gehalten und sorgt seither in großen Teilen der sozialen Medien für Verwunderung.

Ein Gastkommentar von Willi Huber

„Größenwahn“ ist eines der freundlichsten Kommentare, welche zu der stellenweise bizarr anmutenden Rede der Deutschen Kanzlerin zu lesen ist. Diese kämpft aktuell wohl auch mit schlimmen gesundheitlichen Problemen, wie ihre immer häufiger werdenden Zitter-Anfälle dokumentieren.

Nach einer langen Einführung, welche die historische Schuld Deutschlands thematisierte und das auf den Krieg folgende Vertrauen der Weltgemeinschaft lobte, erklärte Merkel vor den versammelten Gläubigen des Evangelischen Kirchentages, welche Rolle Deutschland in Hinkunft ihrer Meinung nach wahrnehmen solle.

Das alles können „wir“ schaffen

Neben „Klimaneutralität bis 2050“ meinte Merkel wörtlich: „Wir können die Erderwärmung stoppen, wir können den Hunger besiegen, wir können Krankheiten ausrotten, wir können den Menschen, besonders den Mädchen, Zugang zu Bildung verschaffen, wir können die Ursachen von Flucht und Vertreibung bekämpfen. Das alles können wir schaffen.“

Tun, was Afrika zu brauchen glaubt

Ebenso heftig umstritten ist die Aussage, die knapp davor gemacht wurde: „Wir dürfen nicht nur das machen, was wir richtig finden, sondern wir müssen das machen, was Afrika mit seinen Regierungen und mit seiner Zivilgesellschaft zu brauchen glaubt.“

Eine Meinung Merkels zum am selben Ort stattfindenden Workshop „Vulven malen“ ist nicht bekannt.