Immer wieder geistert der Medienverbund „Project Syndicate“ durch die Kanäle freidenkender und widerständiger Menschen. Dass dieses eine Einrichtung von George Soros wäre, um die Meinung weltweit gleichzuschalten, bestreitet der Privatverein „Österreichischer Presserat“ vehement.  Ungeachtet dessen veröffentlichte die Presse, Mitglied bei „Project Syndicate“ am 16. Dezember in ihrer Druck und Onlineausgabe eine bitterböse Schelte von ebendiesem George Soros. Angela Merkel habe eine Absprache mit „den Schurkenstaaten der EU“ getroffen. Der Artikel ist voll von Beschimpfungen und ehrenrührigen Anwürfen gegen demokratisch gewählte Regierungen. 

Ein Kommentar von Willi Huber

Was sich der umstrittene Multimillionär Soros leistet, der sich in ihm gewogenen Medien als Wohltäter feiern lässt, ist mehr als demokratiepolitisch bedenklich. Es ist dreist – in Inhalten und Wortwahl. Würde ein unabhängiges Medium einen solchen Text veröffentlichen, beispielsweise über einen Lieblingspolitiker des Mainstreams, wäre ihm eine Klageflut sicher. „Die Presse“ welche neben „Der Standard“ Mitglied im „Project Syndicate“ ist, musste schon einmal einen von dort übernommenen Beitrag zurückziehen. Wegen drastischem Antisemitismus. Wer nun nicht versteht, wie das zusammenginge, hätte ja auch Soros jüdische Wurzeln, der sollte wissen, dass der Multimilliardär auch in Israel enorm umstritten ist und unter Kritikern als alles andere als Freund der dortigen Bevölkerung angesehen wird.

George Soros Schimpftirade gegen konservative Regierungen

Am 10. Dezember erschien im Project Syndicate der Artikel „Der Preis von Merkels Kapitulation vor der ungarisch-polnischen Erpressung“ aus der Feder von George Soros, der praktischerweise auch gleich in einer deutschen Übersetzung angeboten wird. Das erleichtert den Copypaste-Journalismus enorm. Ohne Einordnung oder Abschwächung darf Soros also in der Presse folgendes behaupten: „Das kleptokratische Regime von Ministerpräsident Viktor Orbán in Ungarn und, im geringerem Umfang, die illiberale Regierung der Partei für Recht und Gerechtigkeit (PiS) in Polen stellen die Werte, auf denen die Europäische Union aufbaut, auf dreiste Weise in Frage.“ Nochmal, würde beispielsweise der Wochenblick solche Worte benutzen, eine teure Klage wäre uns gewiss.

Vorwurf zahlreicher strafbarer Handlungen

Es geht noch weiter: „Das ist Berichten zufolge, was Orbán in den letzten Tagen vorbereitet hat, weil er es sich nicht leisten kann, dass das schiere Ausmaß der Korruption seines Regimes aufgedeckt wird…“ erklärt Soros, der – o Wunder – für die ungarische Regierung als Staatsfeind gilt. „Orbán hat während seines Jahrzehnts an der Macht enorme Summen gestohlen und zweckentfremdet, darunter EU-Gelder, von denen das ungarische Volk hätte profitieren sollen.“ Es sind Vorwürfe von schweren Straftaten zu denen es freilich keine Anklage, keinen Prozess und kein Urteil gab. Es müsste auch der Presse bekannt sein, dass eine solche Wortwahl innerhalb einer ordentlichen Demokratie keinen Platz hat – sofern man sich zu einer solchen bekennt. Der Präsident Polens wird in Anspielung an die NS-Zeit als „faktischer Führer“ bezeichnet.

Die dunkle Agenda der angeblichen „offenen, toleranten Brückenbauer“

Dass Angela Merkel also einen Kompromiss mit diesen Staaten ausgehandelt hätte, in welchen Soros und seine Helfershelfer nichts zu melden haben, stört den Milliardär offenbar in seinen Bestrebungen zur Weltherrschaft. Beide Staaten drohten nämlich ganz offen mit dem Austritt aus der EU, wenn Hetze und juristische Drohgebärden gegen sie nicht aufhören. Grund der Streitigkeiten mit der EU sind unter anderem ihre strenge Migrationspolitik der geschlossenen Grenzen als auch die Weigerung, sich der schwul-lesbischen Agenda unterzuordnen. Um festzustellen, welche Regierungen ihre Bevölkerung wirklich schützen, sollte man berücksichtigen, wie viele islamistische Terrorattentate es in Ungarn und Polen bislang im Vergleich zum Rest der EU gab: Null. Damit scheint Soros massive Probleme zu haben. Deshalb schimpft er weiter, dass die Vereinbarung mit Merkel Orbán Zeit gäbe, um unlauter erworbenes Vermögen auf die „Stiftungen seiner Kumpanen“ verschieben zu können. Dies von einem Mann, der via NGOs und eigenen Stiftungen versucht, die gesamte Weltordnung aus den Angeln zu heben.

Moralisch sehr empört

Soros schließt mit den Worten: „Ich kann nichts weiter tun, als die moralische Empörung zum Ausdruck zu bringen, die diejenigen, die in der EU eine Beschützerin europäischer und universeller Werte sahen, spüren müssen.“ Ja, das wäre schön, wenn er nichts anderes tun könnte. In Wahrheit aber übt er über sein Netzwerk massiven Druck gegen Regierungen, Organisationen, Firmen als auch Privatpersonen aus, welche es wagen, nicht seiner vorgegebenen Meinung zu folgen.

Gleichgeschaltete Medien? Das Netz des Project Syndicate

Die mit Project Syndicate verbundenen Medienhäuser bemühen sich, regelmäßig die Predigten oder auch Schimpftiraden des George Soros zu veröffentlichen. Beispielsweise im November der Standard oder eben jetzt wieder einmal die Presse. Aber natürlich hat „Projekt Syndicate“ kaum etwas mit George Soros zu tun, wie der Privatverein „Österreichischer Presserat“ diagnostizierte, dieser vergibt Spenden in mehrstelliger Millionenhöhe bestimmt ganz ohne Eigeninteresse. Das Projekt beschreibt sich als eine „internationale Non-Profit-Organisation“ mit Sitz in Prag, in der nach eigenen Angaben zurzeit über 430 Zeitungen und Zeitschriften aus 150 Ländern mit einer Gesamtauflage von fast 70 Mio. Exemplaren zusammengeschlossen sind. Die Finanzierung stammt von diesen Mitgliedern als auch von privaten Sponsoren. Es erscheinen dort regelmäßig Beiträge von Bill und Melinda Gates, Christine Lagarde und George Soros – und anderen Globalisten und Großkapitalisten.