Die Zähne der etablierten Journalisten klappern immer lauter: Je näher die EU-Wahlen rücken, desto wahrscheinlicher scheint ein deutlicher Rechtsruck zu werden. Denn die FPÖ kommt gemäß einer aktuellen Umfrage auf 22 Prozent – und könnte somit ebenfalls zulegen!

Ein Kommentar vom stellvertretenden Chefredakteur Johannes Schüller

Zittern um Verlust der Pfründe

Nicht zuletzt beim Zwangsgebühren-finanzierten ORF, dessen Redaktion jetzt vom etablierten Branchen-Magazin „Der Österreichische Journalist“ zum mutmaßlich siebten Mal als „Redaktion des Jahres“ ausgezeichnet wurde, schrillen die Alarmglocken. Die Angst um Pfründe und vor dem Verlust wertvoller politischer Seilschaften geht um!

Vor allem Anchorman Armin Wolf, der vor kurzem wieder mal zum „Journalist des Jahres“ ernannt wurde, fletscht die abgewetzten Zähne. In seiner Dankesrede für den mittlerweile eher belächelten Journalisten-Preis holt der oft grantige Tiroler gegen die schwarz-blaue Regierung aus, warnte vor vermeintlichen Belehrungen und Eingriffen.

Unfassbare Arroganz der Journalisten-Blase

Den eigentlich nur branchenintern bekannten Journalisten-Preis erhielt Wolf übrigens von dem gleichen Magazin, das sich nicht entblödete, den ServusTV-Intendanten Ferdinand Wegscheider in einem Interview öffentlich zu fragen, ob dieser eigentlich ein „Nazi“ sei. Auch daran zeigt sich, wie lächerlich selbstverliebt die Mainstream-Branche inzwischen geworden ist…

Stimmungsmache im EU-Wahlkampf

Besondere Angst scheinen Wolf dagegen aufstrebende Alternativmedien zu bereiten. Wenn diese geschwächt seien, so offenbar die klammheimliche Hoffnung, könne man auch der verhassten FPÖ eins auswischen. So warnte Wolf nun auf Twitter eindringlich vor der Zeitschrift „Info Direkt“, geißelte diese als „rechtsextrem“. Grundlage dafür: Eine wissenschaftlich äußerst fragwürdige Studie sattsam bekannten, fragwürdigen „Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes“ (DÖW).

Die Seriösität dieser auch als „Privat-Stasi“ bekannten Organisation wird von zahlreichen Experten mit Recht angezweifelt. Wolf findet nichtsdestotrotz eben diese DÖW-Studie zu „InfoDirekt“ „wissenschaftlich“ – passt sie doch nur allzu gut in seine verbissene Agenda gegen die unliebsame Konkurrenz. Da auch die FPÖ bei „InfoDirekt“ inseriert hat, dürfte diese nicht zuletzt Zielscheibe von Wolfs durchsichtigem Angriff sein.

Wolfs ausgelutsche Philippika

Schon jetzt steht fest: Wolf wird wohl auch in diesem Wahlkampf die Rolle des unverdienten moralischen Oberlehrers einnehmen. Auch mich kanzelte Wolf auf Twitter übrigens von seinem imaginären Schulmeister-Pult ab (siehe oben) und wetterte gegen Mitarbeiter vermeintlich „extrem rechter Publikationen“. Wer soll diese ausgelutschte Philippika eigentlich noch Ernst nehmen?