In Deutschland mehren sich Stimmen, den derzeitigen Lockdown zu verlängern. Auch weitere Verschärfungen, bis hin zur Einstellungen des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs sind nicht ausgeschlossen.

Seit Oktober befindet sich Deutschland im Teil-Lockdown. Seitdem wurden die Verordnungen und Maßnahmen immer weiter verschärft. Allerdings ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Wie jetzt aus Regierungskreisen durchsickerte, könnten Merkel und die Ministerpräsidenten noch schärfere Maßnahmen planen. So soll bereits in der kommenden Woche eine Ministerpräsidentenkonferenz stattfinden, um die Maßnahmen bundesweit zu vereinheitlichen und zugleich auch weitere Maßnahmen zu beschließen.

Einstellung des öffentlichen Verkehrs

Wie die „Bild“ berichtet, wird im Kanzleramt aus Angst vor Virusmutationen sogar ein Voll-Lockdown in Erwägung gezogen. Dabei würde der öffentliche Nah- und Fernverkehr im gesamten Land eingestellt und auch eine Ausgangssperre verhängt werden, um den Bewegungsradius der Bevölkerung weiter einzuschränken. Im Gespräch sei zudem eine Home-Office-Pflicht. Entschieden sei bisher allerdings noch nichts. Wie aus SPD-Kreisen auch kolportiert wird, soll er neue Lockdown vorerst bis Ende Februar dauern. Zudem soll im Verkehrsministerium derzeit geprüft werden, welche Konsequenzen ein derartiges „Herunterfahren“ für die Logistik und Mobilität im Land hätte.

Schon Forderungen für Oster-Lockdown

Auch Ralph Brinkhaus, der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion betonte, dass es noch viel zu viel Mobilität im Land gebe. Ähnlich sieht dies auch sein Parteigenosse und Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens Armin Laschet, der eine Verlängerung des Lockdowns bis Ostern nicht ausschließt. Zudem bemängelt er die geringe Impfbereitschaft des medizinischen Personals in Kliniken und Pflegeheimen. Damit steht die CDU nicht alleine da, auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schleswig (SPD) hält eine Verlängerung des Lockdowns bis Ostern für wahrscheinlich. Und ebenso erachtet der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen über Januar hinaus für notwendig.