Offenbar haben die bisherigen an die Wand gemalten Teufel der „britischen“ und „südafrikanischen Mutation“ ihren Schrecken schon weitgehend verloren – denn jetzt wird mit der „brasilianischen Variante“ politisiert. Ein einziger bestätigter Fall der Mutation P.2 reicht bereits aus, dass alle Verdachtsfälle in Salzburg für 14 Tage – statt bisher für zehn Tage – in Quarantäne müssen. Dies gilt auch für ihre Kontaktpersonen.

Letztere können sich nach zehn Tagen aus ihrer Quarantäne „freitesten“, falls sie keine Symptome zeigen. Dazwischen liegt die Pflicht, auch nach fünf Tagen einen PCR-Test zu machen. Diese gilt sogar für K2-Kontakte – also Personen, die bislang gar nicht in eine Quarantäne müssen. Nun sind sie testpflichtig im Fall, dass eine Virusmutation beim Bekannten des Bekannten auftrat. Falls diese K2-Personen im Haushalt mit K1-Kontakten gemeinsam leben, dürfen diese ab sofort sogar nur mehr mit einer FFP2-Maske das Haus verlassen. 

Ein einziger Fall reicht für totale Panik aus

Wie bereits im Nachbarbundesland Tirol, wo ein Corona-Knast für 700.000 Bürger samt Freitesten bei Verlassen der Region wegen zweistelliger Verdachtsfälle mit der Südafrika-Mutation eingeführt wurde, setzt man in Salzburg auf klotzen statt kleckern. Der ORF bringt die Neuigkeit des einzelnen Nachweises auf seiner Startseite als Eilmeldung – und im Artikel wird den Bürgern mächtig Angst vor dem vermeintlichen Killervirus gemacht.

So warnt ein Salzburger Labormitarbeiter, dass es bei der Brasilien-Mutation möglich sei, sich ein zweites Mal anzustecken. Man habe zudem keine Erfahrungswerte, wie die Impfungen auf diese Mutation wirke. Diese Feststellung kann durchaus alle Alarmglocken schrillen lassen. Denn in Tirol wurde zuletzt der gesamte Bezirk Schwaz zum Impf-Versuchslabor für Pfizer/Biontech erklärt. Könnte dies auch Salzburger Gemeinden oder Bezirken drohen?

Droht nächste Massenimpfung – mit dem Ladenhüter?

Das Schreckgespenst der angeblich „drei mal ansteckenderen“ Mutation aus dem Amazonasgebiet (ungefähr so fangen Horrorfilme an) geistert schon seit einigen Wochen umher. Ob Impfungen dagegen ansprächen, so damals die Kunde aus Brasilien, werde sich innerhalb von zwei Wochen herausstellen. Und jetzt kommt der Knüller: Erst vor drei Tagen veröffentlichte die Uni Oxford eine Studie, die bescheinigen soll, dass ausgerechnet das von ihr mitentwickelte Mittel von Astra Zeneca dagegen hülfe. 

Dieses Vakzin war zuletzt auch in Österreich im Fokus negativer Schlagzeilen. So starb in Zwettl eine Krankenschwester (49) wenige Tage nach der Impfung mit Astra Zeneca, ihre Kollegin (35) erlitt eine Lungenembolie. In Linz schrieben am Tag nach der Impfung so viele Sanitäter krank, dass das Rote Kreuz nicht einmal mehr alle Rettungswägen besetzen konnte – Wochenblick berichtete. Gut denkbar also, dass ein Feldversuch wie in Tirol schon bald in Salzburg folgt – nur dann mit dem üppig angeschafften „Ladenhüter“ von Astra Zeneca…