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Mit seiner Ankündigung, Asylanten aus Sicherheitsgründen in großen Grundversorgungszentren unterbringen zu wollen („Wochenblick“ berichtete), stößt Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) auf erhebliche Kritik bei den Grünen. Jetzt hat sich Oberösterreichs Integrations-Landesrat Rudi Anschober zu Wort gemeldet.

Anschober wirft Kickl vor, einen vorgeblichen „Erfolgsweg“ der Integration von Asylwerbern gefährden zu wollen!

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„Integration wird zerstört“

„Durch eine Zerschlagung kleiner dezentraler Strukturen würde der Innenminister aber die Integration von Asylwerbenden zerstören und enorme Mehrkosten provozieren“, kritisiert der Grünen-Politiker.

„Erfolgreiche Integrationsarbeit“

Die derzeitige dezentrale und kleinstrukturierte Unterbringung von Asylwerbern ermögliche eine „erfolgreiche Integrationsarbeit“ und sei nun akut gefährdet, poltert Anschober.

FP-Schreiner kritisiert Anschober scharf

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Schreiner wirft Anschober jetzt „linke Integrationsträumereien“ vor!

Der Landesparteisekretär der FPÖ Oberösterreich Erwin Schreiner weist die Kritik des grünen Integrations-Landesrates deutlich zurück. Er wirft Anschober vor, die Bereiche Asyl und Integration zu vermischen. „Asyl ist Schutz auf Zeit und keine Eintrittskarte nach Österreich. Asyl muss es als Schutz für tatsächlich Verfolgte geben“, betont Schreiner.

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Über durch Steuerzahler-Gelder finanzierte Integrationsmaßnahmen könne „erst dann diskutiert werden, wenn es sich bereits um Asylberechtigte handelt, wo die Gewissheit besteht, wer sie sind und dass sie zumindest eine gewisse Zeit in unserer Heimat bleiben können.“

Ende „linker Integrationsträumereien“

Die von Kickl angestrebten Grundversorgungszentren würden eine schnellere Verfahrensabwicklung im Asylwesen ermöglichen. Durch schnellere Asylverfahren seien so auch erhebliche Kostenersparnisse möglich, betonen jetzt Experten.

Schreiner betont, Kickls Politik sei „ein Garant für das Ende der verfehlten linken Integrationsträumereien, die bei der letzten Nationalratswahl ebenso eine klare Absage erhielten wie Anschobers Parteifreunde aus dem Parlament gewählt wurden.“