Am Tohuwabohu bei der Bekämpfung der so genannten Corona-Pandemie dürfte sich so bald nichts ändern. Auch die Angstmacherei geht weiter. Denn nun müssen wir uns laut Gesundheitsminister Rudi Anschober auf die Bewältigung von „Phase 3“ einstellen.

Von Kurt Guggenbichler

Dies machte die heutige Pressekonferenz im Corona-Drive in-Testzentrum in Ansfelden deutlich, wo Anschober auf die konkrete Frage, ob es zu einer Verschärfung der Maskenpflicht käme, mit weitschweifigen Erklärungen ausweichend antwortete.

Auf eine nochmalige Nachfrage sagte er dann, dass die Ausweitung der Maskenpflicht zur Zeit kein Thema sei, es aber – falls erforderlich – doch dazu kommen könnte.
Dies hinge natürlich von der weiteren Entwicklung der Infektionszahlen ab, die seit gestern wieder gestiegen wären. Bundesweit rede man von 347 Infektionen, die natürlich auch auf die verstärkten Testungen bei den Kroatien-Rückkehrern zurückzuführen wären.

Anschober und Stelzer vor Ort

Im Drive in-Testzentrum von Ansfelden, das eines von weiteren 33 Untersuchungsstationen in Österreich ist, versuchte sich Anschober mit Landeshauptmann Thomas Stelzer ein Bild „von der Situation vor Ort“ zu machen.

Die in „Phase 1“ und „Phase 2“ der Pandemie getroffenen Maßnahmen, die nicht leicht, aber notwendig waren, werden von Anschober auch im Nachhinein noch gerechtfertigt.

Nun müsse man sich auf „Phase 3“ – soll heißen: auf einen möglicherweise heißen Herbst – einstellen. Mit neuen Reisewarnungen wird wohl zu rechnen sein, auch die Reisewarnung nach Kroatien sei noch aufrecht, was nach Meinung von Rückkehrern aber nicht erforderlich wäre.

Denn die Zahl der an den Küsten Kroatiens Infizierten sei vergleichsweise minimal, mit Masse kämen die Infizierten aus dem Hinterland, meinte eine im Urlaub gewesene Testperson in der Ansfeldner Teststation.

An der Grenze würden jedenfalls alle Heimkehrer aus den problematischen Regionen registriert und zu einem verpflichtenden Test beordert, sagen Rot-Kreuz-Mitarbeiter.

Durchführung eines Corona-Tests in Ansfelden

Auf die Frage an Rudi Anschober, ob es nicht sinnvoller wäre, gleich alle Leute an den Grenzen systematisch zu testen, meinte er, das dies dort ein viel zu großer Aufwand und vermutlich nicht zu bewältigen wäre.