Letzte Woche wurde ein Antifa- und Black Lives Matter (BLM)-Aktivist von der US-Bundespolizei wegen seiner Beteiligung am „Sturm auf das Kapitol“ am 6. Jänner verhaftet. Seine eigenen Filmaufnahmen zeigen, dass er mit einer CNN-Journalistin an den Randalen beteiligt war und die Tumulte um den Tod der Trump-Anhängerin Ashli Babbitt im Kapitol mit verursacht hatte. Aussagen republikanischer Abgeordneter bestätigen: Kapitol-Polizei und Geheimdienste wussten im Vorfeld über die Gefahr von Antifa-Attacken. Der Kapitol-Polizeichef musste zurücktreten. 

Von Kornelia Kirchweger

Kriminelle Aktivisten-Karriere

Der 26-jährige John Earle S. aus Utah wurde kurz nach seiner Festnahme wieder freigelassen und steht unter Hausarrest. Er ist amtsbekannt. Vor einem Jahr war er führend an einer illegalen Demo gegen die Polizei beteiligt, bei der ein Autofahrer angeschossen wurde. Videos zeigen, wie S. Autos blockiert und gegen Türen und Fenster tritt, bis sein Kollege auf einen der Autofahrer schießt. 

S. ist auch Gründer der linksradikalen Gruppe „Aufstand USA“ (Insurgence USA) und tritt unter dem Decknamen „Jayden X“ auf.

Wir setzen Amerika wieder in Brand…

Am Tag der „Kapitol-Stürmung“ sprach er in Washington auf der Anti-Trump-Demo „Schmeißt die Faschisten hinaus“. Er rief dazu auf, „die ganze Scheiße hier abzufackeln“ und „Trump aus dem Weißen Haus zu zerren“. S. mischte sich, gemeinsam mit der CNN-Journalistin Jade S., verkleidet unter die Trump-Anhänger. Die Begeisterungsstürme der beiden nach den auch von ihnen aufgestachelten Tumulten, sind hier auf Video zu sehen: 

S. wusste von den geplanten Antifa-Übergriffen. Er erwähnte diese bereits in einem Chat am 5. Jänner: „Morgen ist die große Säuberung… sie stürmen das Kapitol, höre ich…“, heißt es da. Und: „Wir setzen Amerika wieder in Brand…“ 

Hass und Aufstachelung

In Videos sieht man, wie S.  durch ein Fenster ins Kapitol eindrang, andere Aktivisten dazu ermunterte und selbst versuchte, ein Fenster einzuschlagen.  „…Wir sind Teil der Geschichte…“, hört man und „…brennen wir das nieder…“. Er forderte Polizisten auf, zurückzutreten, damit sie nicht verletzt werden. In einem späteren Chat brüstet er sich damit, sie seien vor ihm zurückgewichen als „wäre er der Chef gewesen“. In einem anderen Video näherte sich S. der Menge vor der bewachten Tür, in der Ashli Babbitt, eine frühere Air-Force-Mitarbeiterin und Trump-Anhängerin, erschossen wurde. „Lasst mich durch, ich habe ein Messer“, hört man ihn rufen. Den Polizisten vor der Tür sagte er, sie sollen heimgehen, und er feuerte die Menge an, die Tür einzubrechen. Im nachfolgenden Tumult wurde Babbitt von einem Kapitol-Polizisten erschossen, als sie scheinbar versuchte, durch das Fenster zu klettern. 

Helden auf CNN

Nach der „Kapitol-Stürmung“ traten S. und die CNN-Journalistin im CNN auf und erzählten ihre Version der Kapitol- Stürmung und wie es zum Tod von Babbitt kam. CNN verschwieg den linksradikalen und kriminellen Hintergrund des Linksradikalen.

Die Vorfälle um das Kapitol werden aktuell von einem Sonderausschuss überprüft. U.a. wird die Rolle der Kapitol-Polizei bei der Stürmung unter die Lupe genommen. Täglich gibt es weitere Festnahmen und Verhöre, tausende Fotos und Videos werden gesichtet.