Es war ein Fall, der für Kopfschütteln sorgte: Am helllichten Tag schlug ein Linksextremist plötzlich einem Burschenschafter aus heiterem Himmel ins Gesicht. 

Die Attacke bildete den traurigen Höhepunkt beispiellosen Serie extrem linker Umtriebe an der Uni zu Jahresbeginn. Ein maskierter Täter schlug dabei einen Burschenschafter derart energisch ins Gesicht, dass dieser Prellungen im Gesicht davontrug. Dazu kam eine Verletzung der Lendenwirbelsäule, mutmaßlich durch einen Fußtritt.

Angreifer streitet ab – Video spricht andere Sprache

Womit der Linksextremist nicht rechnete: Die Polizei konnte ihn ausfindig machen – und der ganze juristische Rattenschwanz stand ihm trotz Vermummung ins Haus. Am heutigen Mittwoch fand der Prozess gegen ihn statt. Vor Gericht zeigte der Angeklagte dabei keine Reue und distanzierte sich nicht von seiner feigen Attacke auf einen Andersdenkenden.

Im Gegenteil: er bekräftigte, auch künftig „gegen ‚Nazis‘ vorzugehen“, wie der Attackierte auf Twitter zu berichten wusste. Dabei wurde auch deutlich, dass der mutmaßliche Täter in typisch linksradikaler Manier eine breite Vorstellung besitzt, wer nicht aller angeblich ein „Nazi“ sei.

Faustschlag bestritten – trotz Videobeweises

Zudem bestritt der Angreifer den Faustschlag, er will nur eine Ohrfeige verteilt haben. Dabei dokumentiert eindeutiges – ursprünglich auf Instagram veröffentlichtes Videomaterial diesen und die folgende Flucht des mutmaßlich linksextremen Schlägers dokumentiert. Das Gericht glaubte den Beteuerungen nicht und verurteilte ihn – nicht rechtskräftig – zu zwei Monaten auf Bewährung wegen Körperverletzung und Nötigung.

Tatverdächtiger offenbar ‚Rechtsextremismus-Experte‘

Mindestens ebenso interessant wie das Urteil gegen den Linksextremisten ist die Identität nun erstinstanzlich verurteilten Angreifers. Denn beim Angeklagten soll es sich um den Politikwissenschaftler Alexander W. handeln. Dieser befindet sich im Dunstkreis der äußerst linken Stelle „Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit” (FIPU).

Dort forscht und publiziert er zu angeblichem Rechtsextremismus, schrieb gemeinsam mit einer ehemaligen regionalen KPÖ-Spitzenkandidatin und einer dritten Person ein Werk, welche sich mit der vermeintlichen Ideologie der Neuen Rechten beschäftigt. Expertisen durfte W. auch bereits für den FIPU-Blog beim linksliberalen Standard abgeben.

Farbangriff auf Wohnstatt des Geschädigten

Wie so oft begleitete auch diesmal ein linksextremer Anschlag auf ein Verbindungshaus den Prozess. An der Fassade des Akademischen Corps Posonia hinterließen Unbekannte in der Nacht auf Mittwoch die Parole „Burschenschaften zerschlagen“. Ein Zusammenhang zwischen Tat und Verhandlung gilt als wahrscheinlich: der attackierte Burschenschafter wohnt in jenem Gebäude.

So zumindest die Einschätzung des neuen Meldeportals Linke-Gewalt.info, das Angriffe linksextremer Akteure sichtbar machen möchte – Wochenblick berichtete in der Vorwoche über den Launch. Nachdem es bereits damals 620 Fälle listete, machten viele Menschen von der Melde-Möglichkeit Gebrauch: Inzwischen hat die Datenbank bereits über 750 Einträge…