In Schweden wurde kürzlich die „Arabische Partei“ gegründet. Auf Facebook forderte sie nun: alle Schweden, die Vielfalt nicht akzeptieren, sollen ihre Staatsbürgerschaft aufgeben und das Land verlassen. Sie hätten dort nichts verloren. Das Schweden, das sie zurück haben wollen, gibt es nämlich nicht mehr.

Von Kornelia Kirchweger

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Sozialismus und etwas Kapitalismus

Wie das schwedische Medium Fria Tider berichtet, wurde die zugehörige Facebook Gruppe „Arabische Partei“ vor drei Wochen gegründet, zu jenem Zeitpunkt wurde auch die Domain Adresse der Partei registriert. Wie viele Mitglieder die Partei hat, ist unklar. Auf der Facebook-Seite scheinen 200 Follower auf. Die Partei ist auch noch nicht im Wahlregister eingetragen.

Der Name der Partei solle nicht missverstanden werden: er stehe nicht für arabische Werte oder dafür, Schweden zu „arabisieren“. Im Gegenteil: Aufgabe der Partei sei es, die Verantwortung für „unser Volk“ zu übernehmen. Insbesondere dafür, was die Menschen heute erfahren: Ausgrenzung, Angst vor der Zukunft, Zersplitterung und ein fehlender Gemeinschaftsgeist. Die Partei folge einer sozialistischen Linie mit etwas Kapitalismus. Sie ist religiös unabhängig, ihre Vertreter dürfen keine religiösen Kleider oder Symbole tragen.

Parteisprecher: Krimineller arabischer Sozialhilfe-Empfänger

Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist arabische Abstammung mindestens eines Elternteils, die einige Generationen zurückreicht. Bedingung ist auch ein schwedischer College- oder Universitätsabschluss und fünf Jahre Unbescholtenheit. Der Sprecher der Partei passt vielleicht nicht ganz zu diesen Prinzipien. Es handelt sich um einen 33-jährigen irakischstämmigen Mann, der in den 90er-Jahren nach Malmö kam. Er scheint bereits einige Male im Strafregister auf. 2009 ordnete ein Gericht psychiatrische Betreuung als Ersatzstrafe an. Die Anklage lautete auf schwere Körperverletzung, Körperverletzung, versuchte Körperverletzung, häusliche Gewalt und Belästigung. 2017 wurde er erneut verurteilt – wegen gefährlichen Drohungen und Belästigung. Laut Gerichtsunterlagen, in die Fria Tider Einsicht hatte, lebt der 33-jährige von der Sozialhilfe und legte mehrfach Berufung gegen die gerichtlich angeordnete psychiatrische Betreuung ein.

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