Der Wintersportort Laax in der Schweiz hat jetzt eine Idee in die Tat umgesetzt, die man schon in früheren, dunklen Zeiten verwendete, um Menschen zu kennzeichnen. Ab sofort müssen Maskenbefreite eine Armbinde tragen, damit sie als solche erkennbar sind. Eine Stigmatisierung im Dienste der Hygienediktatur.

Offenbar haben es Inhaber eines medizinischen Attests in diesem Ort nicht einfach, wenn sie ohne den Maulkorb frei durch die Gegend laufen wollen. Laut Medienberichten müssen sie sich „ständig ausweisen oder sie werden von anderen zurechtgewiesen“. Das Mitläufer- und Denunziantentum scheint auch in Laax besonders beliebt zu sein. Anders ist nicht zu erklären, dass Maskenbefreite als Pfand auch noch fünfzig Euro hinterlegen sollen, um eine Armbinde zu erhalten. Mit dieser sollen sie für andere auf den ersten Blick erkennbar sein.

Schutz oder Verstärkung der Diskriminierung?

Ob die Armbinde aber wirklich vor ungewollten Anfeindungen und Anpöbelungen schützt? Während die Verantwortlichen des Wintersportorts das bejahen und davon ausgehen, dass die Armbinde vor jeder Art von Diskriminierung schützt, besteht die Chance, dass man mit dieser Kennzeichnung erst recht als Feindbild gekennzeichnet wird. Laut Schweizer Medien reiche die Reaktion der Betroffenen von Dankbarkeit bis zu völliger Ablehnung. Tatsächlich fühlen sich wohl viele Menschen an Zeiten in der Geschichte erinnert, in der sowohl Mitläufer als auch Abweichler speziell gekennzeichnet wurden.