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Seit der Asyl-Krise von 2015 reisten viele Schwarzafrikaner illegal über das Mittelmeer nach Europa ein.

Die Zahlen lassen nichts Gutes erahnen: Laut mehreren Berichten hat sich die Zahl der gestellten Zweit-Asylanträge in Deutschland mehr als verdoppelt. Die Anträge stammen von Asylwerbern, die bereits in anderen EU-Staaten Asyl erhalten haben, sich aber offensichtlich in Deutschland wohler fühlen.

Pikant: Wer nicht sofort aufgenommen wird, klagt meist mit Erfolg. Stellten 2016 noch 2.997 Asylwerber aus sicheren europäischen Drittstaaten einen Asylantrag in Deutschland, waren es 2017 nach Informationen des „Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge“ bereits knapp 8.210 Anträge.

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Keine Abschiebungen

Besonders prekär: Offiziell werden diese Anträge laut Medienberichten nicht anerkannt, da sie als unzuverlässig gelten und nicht bearbeitet werden müssen. Was jedoch nicht automatisch zur Abschiebung in das Erst-Asylland führt: Laut einer Anfrage der Linkspartei betrug der Zahl der Rückführungen im Jahr 2016 gerade einmal 1.400!

Erfolgreiche Verfahren

Die niedrige Zahl der Rückführungen sei vor allem auf die zahlreichen gerichtlichen Verfahren zurückzuführen, die die Asylwerber erfolgreich anstoßen. So sind laut deutschen Gerichten vor allem Erkrankte oder Alleinerziehende vom Rückführungsprozess ausgeschlossen.

Ein weiterer Grund sei die angeblich mangelhafte und unzureichende Versorgung der Asylsuchenden in den einzelnen europäischen Erst-Asylländern.